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Keine Haie und Wale im Schiffscontainer

Maersk, die größte Schiffscontainer-Spedition der Welt, hat sich verpflichtet, einige akut bedrohte Fischarten nicht mehr zu transportieren. Ein Beispiel, dem andere Transportunternehmen so schnell wie möglich folgen sollten.

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Maersk transportiert etwa 20 Prozent der Fische und Meeresfrüchte, die weltweit verschifft werden. Antarktischer Seehecht, Granatbarsch, Haie und Wale sollen in Zukunft nicht mehr dabei sein. Die Verpflichtung unterstützt, was Greenpeace und andere Umweltverbände schon lange fordern: das Rossmeer im Südlichen Ozean als Schutzgebiet auszuweisen. Der Antarktische Seehecht wird vor allem dort gefangen.

Das Netz um die großen Trawler mit ihrer zerstörerischen Fischerei zieht sich immer enger zusammen. Neben dem Lebensmittelhandel und der Fischindustrie werden langsam weitere wichtige Player ihrer Verantwortung gerecht, sagt Meeresbiologin Iris Menn von Greenpeace. Der nächste Schritt muss sein, auch den Transport der bedrohtesten Art zu verweigern. Das ist der Blauflossen-Thunfisch.

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