Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Erfolg für den Schutz der Haie

Es ist ein Sieg für die Natur, die Tiere und die Meere: Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat ein Gesetz unterschrieben, welches den Verkauf, Handel, Import und das Anlanden von Haifischflossen ab 2013 verbietet.

  • /

Beim sogenannten shark finning werden Haien die Flossen abgeschnitten und die verstümmelten Tiere einfach zurück ins Meer geworfen. Haifischflossen gelten in Asien als Delikatesse und werden sehr teuer gehandelt.

Während das Abtrennen der Haifischflossen an der Westküste bereits untersagt ist, wird nun auch der Import der Haifischflossen ab dem 1. Januar nächsten Jahres verboten sein. Der Verkauf und Besitz ist dann ab dem 1. Juli 2013 strafbar.

Lebenden Haien die Flossen abzuschneiden und sie wieder zurück ins Meer zu werfen, wo sie einen hilflosen Tod sterben, ist nicht nur grausam, sondern schadet auch unseren Meeren und ihren Lebensgemeinschaften, sagt Iris Menn, Meeresexpertin von Greenpeace.

Laut wissenschaftlichen Studien sind einige Haipopulationen um mehr als 90 Prozent rückläufig. Bis zu 70 Millionen Haie geben jährlich für finning ihr Leben.

Der Erfolg ist das Verdienst einer großen Gruppe aus Nichtregierungsorganisationen, Politikern und Wissenschaftlern auch prominente Personen, wie Schauspieler Leonardo DiCaprio, haben das Verbot unterstützt.

Bereits im Jahr 2004 haben mehr als 60 Länder in New Orleans einem Jagdverbot für Haie zugestimmt. Dieser Schutz für Haie im Atlantischen Ozean war ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Zum Weiterlesen

Der Hintergrundartikel Haie - die faszinierenden Jäger Meere sind bedroht

Publikationen

Hintergrund Meere: Bedeutung und Bedrohung

Die Bedeutung des Meeres für Mensch und Umwelt. Der Mensch braucht lebendige Ozeane im Gleichgewicht. Doch das natürliche Gleichgewicht bringt er zunehmend in Gefahr.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zurück – oder in die Zukunft

Die Internationale Walfangkommission steht vor einem Paradigmenwechsel: Will sie weiter nur den kommerziellen Walfang regulieren – oder aktiv zum Schutz der Wale beitragen?

Ins Gewissen geredet

Sie müssen nicht, aber sie wollen: Internationale Krillfangunternehmen lassen künftig empfindliche Gebiete der Antarktis in Ruhe. Ein wichtiger Schritt Richtung Schutzgebiet.

Wo geht’s zum Weddellmeer?

Am Südpol soll das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstehen. Greenpeace-Aktivisten zeigen heute in ganz Deutschland den Weg in die Antarktis – und warum sie Schutz benötigt.