Erfolg – Alaska: Gericht beschließt Schutz für Seelöwen

Wissenschaftlich ist hinreichend bekannt, dass nicht-nachhaltige Fischereien nicht nur die Fischbestände schrumpfen lassen, sondern auch weitergehende Auswirkungen auf das Ökosystem haben - zum Beispiel auf die Tierpopulationen, die sich von der gefischten Zielart ernähren. In Alaska lässt die massive industrielle Fischerei seit Jahren die Beute für Seelöwen und Robben schrumpfen, sodass deren Populationen abnehmen.
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Kürzlich bestätigte die nationale Behörde für Fischerei (National Marine Fisheries Service, NMFS) in den USA dies mit einer ausführlichen Analyse der verfügbaren Wissenschaft. NMFS schlussfolgerte, dass weitere Schutzmaßnahmen für Seelöwen nötig sind und schloss einige Gebiete um die Aleuten für Schleppnetzfischerei.

Prompt attackierte die Fischindustrie und die Regierung Alaskas die Behörde in den Medien und organisierten eine Kongressanhörung. Greenpeace, Oceana und Earthjustice intervenierten daraufhin als Vertretung der Fischereibehörde. Die Umweltschützer unterstützen die wissenschaftliche Analyse von NMFS mit der klaren Forderung, weitere Gebiete zu schließen. Das Gericht untersuchte den Fall anhand der wissenschaftlichen Untersuchungen und neuen Schutzvorschläge und bestätigte die Richtigkeit der Analyse und die Gebietsschließungen der Fischereibehörde.

Ein großer Erfolg für Greenpeace, die sich seit zehn Jahren für den Schutz der Seelöwen einsetzen. Aber es gibt immer noch viel zu tun. Die aktuellen Maßnahmen scheinen den Niedergang der Seelöwen-Populationen in den meisten Gebieten aufzuhalten, aber noch gibt es einige Populationen in einem schlechten Zustand. Und parallel dazu sinkt die Zahl der Robben.

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