Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Fische flüchten aus der Ostsee

Der Sauerstoffgehalt der Ostsee ist inzwischen so niedrig, dass die Fische abwandern. Auch tote Fische sind bereits gefunden worden. Besonders betroffen sind die Förden und Buchten. Vor allem den dänischen Gewässern droht der Kollaps, einige Regionen gelten als biologisch so gut wie tot.

Der warme Sommer 2002 und Gülle-Einleitungen aus der Landwirtschaft werden für das Problem verantwortlich gemacht. Die höheren Nährstoffmengen durch die Gülle fördern das Wuchern von Algen, die dann wiederum den Sauerstoff verzehren. Die meisten Messstationen haben inzwischen einen Gehalt von durchschnittlich nur noch 0.3 Milligramm Sauerstoff je Liter Wasser ermittelt. Ab zwei Milligramm leiden die Fische unter Atemnot.

Der Sauerstoffgehalt der Ostsee regeneriert sich normalerweise durch Wind, Regen und kühlere Temperaturen. Besonders die Herbststürme tragen zur Vermischung verschiedener Wasserqualitäten bei. Ob der gemessene Sauerstoffmangel die Ostsee umkippen lassen könnte, steht nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Umweltministers Klaus Müller noch nicht fest.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zum Wegkrabbeln

Keine Ausreden mehr: Wissenschaftler haben weltweit den Zustand der Arten bewertet, die Fakten sind bekannt. Christoph Thies von Greenpeace erzählt, was das bedeutet.

Klimakiller Kunststoff

Plastik ist schädlich für die Umwelt – so weit, so bekannt. Ein neuer Report beleuchtet einen bislang vernachlässigten Aspekt von Kunststoffen: wie sie den Klimawandel vorantreiben.

Löchrige Lebensversicherung

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft fordert ein radikales Umdenken. Was der Weltbiodiversitätsrat empfiehlt, erzählt Christoph Thies von Greenpeace.