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Explosionsgefahr auf der Nordsee gebannt

Die Explosionsgefahr auf der norwegischen Ölbohrinsel Snorre A nordwestlich von Bergen scheint vorerst gebannt. Einen Tag lang hatten Meldungen über austretendes Gas für Aufregung gesorgt. 180 von 216 Beschäftigten waren per Schiff und per Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden.

Das Leck in der Gasleitung entstand am Sonntagabend. Um es abzudichten, pumpten Experten Bohrschlamm durch die undichte Leitung. Die unmittelbare Gefahr konnte damit zunächst gebannt werden. Angaben des Konzerns Statoil zufolge ist die Lage aber keineswegs endgültig unter Kontrolle.

Eine ähnliche Meldung kam von der britischen Ölbohrinsel Brae Alpha nordöstlich von Aberdeen. Laut BBC wurden am Samstagabend 114 Beschäftigte auf dem Luftweg in Sicherheit gebracht, nachdem aus einem Leck Gas ausgetreten war. Experten suchen nach der Ursache des Schadens.

Die Öl- und Gasförderung stellt schon im Normalbetrieb eine Gefahr für die Meeresumwelt dar. Aus den rund 500 Offshore-Anlagen in der Nordsee gelangen jährlich an die 130.000 Tonnen Chemikalien und mehr als 14.000 Tonnen Öl ins Meer. In der Nähe der Anlagen sind insgesamt 5.000 bis 8.000 Quadratkilometer Meeresboden stark zerstört. Das entspricht etwa der doppelten Größe des Saarlands. (sit)

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