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EU-Ministerrat beschließt wieder zu hohe Fangquoten für Dorsch

Die EU-Fischereiminister haben sich geeinigt: Die Fangquoten für Dorsch werden in der westlichen Ostsee um knapp 30 Prozent, in der östlichen Ostsee um fünf Prozent gesenkt. Zu viel und existenzgefährdend, klagen die deutschen Fischer. Zu gering, kritisieren Wissenschaftler und Umweltschützer.

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Die Entscheidung zeigt erneut die Kurzsichtigkeit des Ministerrates, bemängelt Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace. Wieder wurden die wissenschaftlichen Quotenempfehlungen ignoriert. Wieder sind die Quoten zu hoch. Viel härter als die deutschen Ostseefischer wird die Entscheidung die Dorsche treffen.

Maack gesteht zu, dass die illegale polnische Fischerei zur schlechten Situation der Dorschbestände in der Ostsee beigetragen hat. Doch für entscheidend hält er die verfehlte EU-Fischereipolitik. Überzogene Quoten und die Überfischung der Bestände in den vergangenen Jahren haben zur jetzigen Situation geführt. In den extrem hohen Beifängen wird auch Jungfisch mitgefangen, der noch nicht fortpflanzungsfähig ist.

Der Greenpeace-Meeresbiologe sieht nur einen Ausweg aus der verfahrenen Situation: Eine deutlich niedrigere Fangquote und großflächige Schutzgebiete ohne Fischerei.

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