Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Greenpeace bietet Havarist Hilfe an

Esperanza erreicht havarierten Walfänger in Antarktis

Das Greenpeace-Schiff Esperanza hat das havarierte Fabrikschiff der japanische Walfangflotte im südlichen Polarmeer erreicht. Über Funk erneuerten die Umweltschützer ihr Hilfsangebot an den havarierten Walfänger. Daraufhin wurden sie von den Japanern gebeten, in der Nähe zu bleiben. Das Mutterschiff der japanischen Walfangflotte war gestern in Brand geraten. Ein Großteil der Besatzung hat das Schiff verlassen und sich in Sicherheit gebracht. Ein Mann wird noch vermisst. Mittlerweile ist es den an Bord gebliebenen Seeleuten offenbar gelungen, das Feuer zu löschen.

  • /

Kurz nach dem Eintreffen der Esperanza am Unglücksort hat Greenpeace mit einem Helikopter rund um die Nisshin Maru das Meer auf Ölverschmutzungen überprüft. Bislang ist jedoch kein Öl ausgelaufen.

Wir sind froh, dass sich die Situation für die japanischen Seeleute nicht verschlimmert hat, sagt Regine Frerichs, Bootsfahrerin an Bord der Esperanza. Die Nisshin Maru liegt zwischen zwei weiteren japanischen Schiffen und hat leichte Schlagseite. Insgesamt besteht die japanische Flotte aus sechs Schiffen. Zwei Späher, drei Fang- und ein Fabrikschiff.

Die Esperanza ist vor rund drei Wochen von Auckland/Neuseeland aus in die Antarktis aufgebrochen. Jetzt hat das Greenpeace-Expeditionsschiff den ersten Kontakt mit der japanischen Walfangflotte.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Das Wegwerfprinzip

„Bioplastik“, „Chemisches Recycling“ – so was klingt erst mal gut, ist es aber nicht. Der Report „Das Wegwerfprinzip“ beschreibt, mit welchen Tricks multinationale Konzerne die Öffentlichkeit täuschen.

Bedrohte Tiefsee

Der Wettlauf um die Ressourcen auf dem Meeresboden hat begonnen. Grund ist der große Hunger der Hightech-Industrie nach Kobalt, das sich in den Manganknollen in tausenden Metern Tiefe befindet. So wird der Tiefseebergbau eine der schwerwiegendsten neuen Bedrohung für unsere Ozeane, noch bevor wir ihre sensiblen Ökosysteme und ihre Prozesse überhaupt verstanden haben.

Mehr zum Thema

Tiefseeparadies im Atlantik

Die Tristan Languste galt als ausgerottet am Tiefseeberg Vema. Eine Greenpeace-Expedition konnte jetzt ihre Rückkehr dokumentieren – dank  eines 2007 verhängten Fischereiverbots.

Dreckiges Ölgeschäft

Shell will alte Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten lassen. Dagegen protestieren seit heute Morgen Greenpeace-Aktivisten und kletterten auf zwei Plattformen.

„Es ist besorgniserregend“

Noch eine schlechte Nachricht fürs Klima: Der Meeresspiegel steigt schneller als erwartet. Ein Interview zum IPCC-Sonderbericht Meere mit Greenpeace-Experten Karsten Smid.