Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Esperanza ausgesperrt

Die Esperanza kann gegenwärtig nicht in den Hafen von Tokio einlaufen. Obwohl eine offizielle Genehmigung vorliegt, behindert die Gewerkschaft aller japanischen Seeleute (GAJS) das Einlaufen. Die japanische Schiffsmaklerin, die sich trotz schwieriger Verhältnisse in Japan bereit erklärt hat, für Greenpeace zu arbeiten, wurde von Vertretern der GAJS aufgesucht. Daraufhin zog sie ihre Dienste für das Schiff zurück, betonte allerdings ihre Arbeit wieder aufnehmen zu wollen, sobald sich die Situation beruhigt hat.

  • /

Sprecher der GAJS bezeichneten Greenpeace als Terrororganisation. Sie beschuldigten die Esperanza-Crew mit der Tierschutzorganisation Sea Shepherd, die japanische Fangschiffe gerammt hatte, zusammengearbeitet zu haben. Zudem wird Greenpeace vorgeworfen die Schuld daran zu tragen, dass ein Seemann bei dem Brand auf der Nisshin Maru ums Leben kam.

Die Gewerkschaft versucht ganz einfach Politik zu machen und durch Verleumdungen einen legitimen Dialog zu verhindern, sagt Sara Holden von Greenpeace International, die sich an Bord der Esperanza befindet.Greenpeace hat die Esperanza in der Absicht nach Tokio fahren lassen, einen offenen Dialog mit der Regierung und Walfangbefürwortern zu führen. Sollten sie nichts zu verbergen haben, gibt es keinen Grund uns nicht einreisen zu lassen. Aber ihre klar erkennbare Absicht ist es, die Öffentlichkeit nicht wissen zu lassen, was wirklich vor sich geht.

Durch eine Veröffentlichung der Internationalen Walfang Kommission (IWC) wurde jüngstens bekannt, dass die Forschung, zu deren Zwecken Japan den Walfang offiziell betreibt, in 18 Jahren zu keinem der angestrebten Ergebnissen gekommen ist.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bedrohte Tiefsee

Der Wettlauf um die Ressourcen auf dem Meeresboden hat begonnen. Grund ist der große Hunger der Hightech-Industrie nach Kobalt, das sich in den Manganknollen in tausenden Metern Tiefe befindet. So wird der Tiefseebergbau eine der schwerwiegendsten neuen Bedrohung für unsere Ozeane, noch bevor wir ihre sensiblen Ökosysteme und ihre Prozesse überhaupt verstanden haben.

Haie unter Attacke

Obwohl sie sich „Schwertfischfischerei“ nennt, wird dabei im Nordatlantik hauptsächlich eins gefangen: Haie. Entweder absichtlich, oder als Beifang, zeigt dieser Greenpeace-Report.2017 zum Beispiel kam auf 1 Kilo Schwertfisch 4 Kilo Hai.

Mehr zum Thema

Schatzkammer Tiefsee

Der Hunger der Hightech-Industrie treibt den Wettlauf um die Rohstoffe auf dem Meeresboden voran. So wird der Tiefseebergbau zu einer massiven Bedrohung für unsere Ozeane.

In Bewegung für die Meere

An alle Wassersportler: Mitmachen und Strecke spenden! Bis 2030 müssen mindestens 30 Prozent der Ozeane geschützt werden und Sie können dabei helfen!

Javier Bardem für Meeresschutz

Das Leben in den Weltmeeren ist bedroht. Deswegen appelliert Schauspieler Javier Bardem gemeinsam mit Greenpeace an die Delegierten der UN, sich für die Ozeane stark zu machen.