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Esperanza ausgesperrt

Die Esperanza kann gegenwärtig nicht in den Hafen von Tokio einlaufen. Obwohl eine offizielle Genehmigung vorliegt, behindert die Gewerkschaft aller japanischen Seeleute (GAJS) das Einlaufen. Die japanische Schiffsmaklerin, die sich trotz schwieriger Verhältnisse in Japan bereit erklärt hat, für Greenpeace zu arbeiten, wurde von Vertretern der GAJS aufgesucht. Daraufhin zog sie ihre Dienste für das Schiff zurück, betonte allerdings ihre Arbeit wieder aufnehmen zu wollen, sobald sich die Situation beruhigt hat.

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Sprecher der GAJS bezeichneten Greenpeace als Terrororganisation. Sie beschuldigten die Esperanza-Crew mit der Tierschutzorganisation Sea Shepherd, die japanische Fangschiffe gerammt hatte, zusammengearbeitet zu haben. Zudem wird Greenpeace vorgeworfen die Schuld daran zu tragen, dass ein Seemann bei dem Brand auf der Nisshin Maru ums Leben kam.

Die Gewerkschaft versucht ganz einfach Politik zu machen und durch Verleumdungen einen legitimen Dialog zu verhindern, sagt Sara Holden von Greenpeace International, die sich an Bord der Esperanza befindet.Greenpeace hat die Esperanza in der Absicht nach Tokio fahren lassen, einen offenen Dialog mit der Regierung und Walfangbefürwortern zu führen. Sollten sie nichts zu verbergen haben, gibt es keinen Grund uns nicht einreisen zu lassen. Aber ihre klar erkennbare Absicht ist es, die Öffentlichkeit nicht wissen zu lassen, was wirklich vor sich geht.

Durch eine Veröffentlichung der Internationalen Walfang Kommission (IWC) wurde jüngstens bekannt, dass die Forschung, zu deren Zwecken Japan den Walfang offiziell betreibt, in 18 Jahren zu keinem der angestrebten Ergebnissen gekommen ist.

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