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Ein Wal entsteht

Ab Juli 2008 sollen sie in der 18 Meter hohen Halle des neuen OZEANEUMS zu sehen sein: Orca, Blauwal und Co. An den Modellen für die große Greenpeace-Ausstellung wird fieberhaft gearbeitet. Fragt sich: Wie stellt man eigentlich einen Blauwal her? Oder ein Buckelwalkalb?

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Am Anfang steht ein naturgetreues kleineres Modell im Maßstab 1:10. Alle Einzelheiten sind mit den Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums abgestimmt. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit der Herstellung des Skeletts, eines Stahlgerüsts im Maßstab 1:1. Im Falle des Blauwals bedeutet das: Präzisionsarbeit auf 26 Metern Länge.

Vom Stahlbauer geht es in die Werkstatt des Künstlers. Dort wird das Gerüst mit einer Schicht aus Walspeck verkleidet - Styroporblöcken, aus denen der Figurenbauer ähnlich einem Bildhauer die endgültige Form herausschnitzt und -raspelt. Dann wird gespachtelt, geschliffen, gestrichen.

Spezialspachtel für eine glatte Oberfläche, mehrere Lagen Brandschutzfarbe und glasfaserverstärktes Polyesterharz für die Hülle - das klingt nicht unbedingt umweltfreundlich. Doch alle Materialien wurden nach dem Motto ausgewählt: so ökologisch wie unter den Brandschutzvorgaben möglich. Der Speck ist FKW-/FCKW-frei aufgeschäumt.

Zurück zur Kunst. Endlich sind wir beim siebten und letzten Arbeitsschritt: dem Schlussanstrich, farblich passend, seidenmatt. Der Wal ist fertig - zum Beispiel unser Buckelwalkalb. Zweieinhalb Wochen hat das Team der Figurenbildner daran gearbeitet. Das Baby ist fünf Meter lang und sieht frappierend echt aus.

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