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Ein Blauwal für das neue OZEANEUM

Er ist der Riese unter den Riesen: ein 26 Meter langer Blauwal, derzeit noch im Bau. Dagegen wirkt das Buckelwalweibchen mit seinen 16 Metern Länge beinahe zierlich - solange kein Mensch daneben steht. Beide Modelle gehören zur Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, die Greenpeace gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab Juli 2008 im neuen OZEANEUM in Stralsund präsentiert.

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Sechs Meeresriesen in Originalgröße und eine riesige Meeresalge (Kelp) entstehen derzeit in Dresden und Stralsund: außer dem Buckelwalweibchen und dem Blauwal noch ein Pottwal, ein Riesenkalmar und ein Kelp. Bis zum Juni sollen alle fertig sein.

Die Exponate werden unter dem Dach der 18 Meter hohen Ausstellungshalle des neuen OZEANEUMS hängen. Besucher können auf Liegen unterhalb der Modelle die Dimensionen der Riesen der Meere intensiv erleben.

In keinem anderen Museum der Welt sind die Giganten der Ozeane so umfassend und leibhaftig zu erfahren wie hier im OZEANEUM, sagt Thomas Henningsen, Projektleiter bei Greenpeace. Diese wunderbaren Tiere sind durch den Klimawandel, die Fischerei und die Verschmutzung ihres Lebensraumes bedroht. Wir wollen mit unserer Ausstellung die Faszination der Meeresriesen und ihre Bedrohung erlebbar machen.

Der Bau eines Exponats dauert je nach Größe zwischen einem und drei Monaten. Ein Stahlgerüst im Bauch sorgt für die nötige Stabilität. Die Hülle besteht aus Styropor. Bildhauer schnitzen und raspeln den Modellkörper aus den Styroporblöcken in Form. Spezialspachtel, Brandschutzfarbe und glasfaserverstärktes Polyesterharz sorgen für eine glatte, dehnbare und feuerresistente Oberfläche. Zum Schluss werden die Exponate naturgetreu bemalt.

Mit der Realisierung von 1:1 Riesen der Meere hat Greenpeace die Berliner Ausstellungsarchitekten der Molitor GmbH beauftragt. Die künstlerische Gestaltung hat der Dresdner Figurenbauer Peter Ardelt übernommen. Bereits fertiggestellt haben Ardelt und seine Mitarbeiter das Modell eines acht Meter langen Orcas und eines fünf Meter langen Buckelwalkalbs. In Arbeit befinden sich derzeit die Buckelwalmutter und der Blauwal.

Pottwal, Riesenkalmar und Kelp entstehen bis zum Juni in zwei verschiedenen Ateliers. Anschließend werden alle Modelle in der Halle des OZEANEUMS aufgehängt. Im nächsten Schritt werden noch einige weitere Großexponate, unter anderem ein Mondfisch, ein Riesenhai und ein Manta gefertigt.

Für Greenpeace bietet die Ausstellung eine weitere Möglichkeit, Menschen für den Schutz der Meere und der Wale zu sensibilisieren.

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