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Ecuador

Die Shrimps-Aquakultur an tropischen lateinamerikanischen und asiatischen Küsten ist wahrscheinlich die zerstörerischste, am wenigsten nachhaltige und ungerechteste industrielle Fischereimethode der Welt. Shrimps, bis vor wenigen Jahren noch eine Luxusware, sind heute aus keinem Discounter mehr wegzudenken. Während im Westen der Appetit auf die Zuchtgarnelen ständig wächst, leidet die Bevölkerung in den Herkunftsländern unter den ökologischen und sozialen Folgen.

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Besonders verheerend ist die großflächige Abholzung der Mangrovenwälder für Shrimpsteiche. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass bereits 50 Prozent der weltweiten Mangrovenwälder dem Shrimpskonsum zum Opfer gefallen sind. In Ecuador sind es bereits 70 Prozent dieses kostbaren Lebensraums.

Mangroven sind ein natürlicher Schutzwall vor Sturmfluten und unverzichtbarer Lebensraum unzähliger Arten. Sie stabilisieren die Küste als Schnittstelle zwischen Land und Wasser, versorgen die Menschen mit Holz, Früchten und Heilpflanzen und fungieren als Brutstätte für Krebse und Fische. Die Küste von Ecuador ist regelmäßig dem Klimaphänomen El Nino ausgesetzt, das sich in den letzten Jahrzehnten ungewöhnlich häuft.

Die zahlreichen Shrimpsteiche führen zudem zur Versalzung der Böden und versperren einheimischen Fischern den Zugang zu ihren Fischgründen. Die Massentierhaltung verlangt den massiven Einsatz von Pestiziden und Antibiotika. Dazu kommen Landvertreibungen der ansässigen Bevölkerung. Einst öffentliche Strände gehören plötzlich den Betreibern der Shrimpsfarmen und werden von bewaffnetem Sicherheitspersonal bewacht.

Greenpeace wird diese verheerende Industrie dokumentieren und die lokalen Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen aktiv unterstützen. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Wahrheit hinter der Shrimpszucht in das Bewusstsein der westlichen Welt gelangt.

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