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Durban: Nationalpark-Weltkongress beendet

Mit dem Abkommen von Durban und einem Aktionsplan ist am Mittwoch in Südafrika der Weltkongress für Nationalparks und geschützte Gebiete zu Ende gegangen. Zehn Tage lang diskutierten Wissenschaftler, Naturschützer und Umweltminister über die Situation in den vorhandenen Schutzgebieten der Erde und über neu einzurichtende Schutzzonen.

Ein Ergebnis des Weltkongresses, der alle zehn Jahre stattfindet: Die Vorgabe des letzten Treffens 1992 in Venezuela ist erfüllt worden. Damals war gefordert worden, dass bis 2003 zehn Prozent der gesamten Erdoberfläche als geschütztes Gebiet ausgewiesen werden sollten. Diese Forderung ist mit zwölf Prozent leicht übertroffen worden. Viele dieser Schutzgebiete stehen allerdings bisher nur auf dem Papier. Illegaler Holzeinschlag und Wilderei sind gang und gäbe, weil es an Geld für Gegenmaßnahmen fehlt.

Für die nächste Dekade forderten die Delegierten des Kongresses, den Anteil von geschützten Meeres- und Küstenregionen deutlich zu erhöhen. Bisher ist dieser mit rund einem Prozent verschwindend gering. Die industrielle Fischerei hat die Fischbestände in weiten Teilen der Ozeane bereits an den Rand des Zusammenbruchs getrieben. Der verabschiedete Aktionsplan sieht darum vor, dass alle weltweit gefährdeten oder massiv vom Aussterben bedrohten Arten bis zum Jahre 2010 lokal geschützt werden sollten.

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