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Die Tiere im OZEANEUM

Bei der Auswahl der Tiere und ihrer Haltung im OZEANEUM haben sich das Deutsche Meeresmuseum und Greenpeace auf folgende Kriterien geeinigt.

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Kriterien zur Auswahl der Tiere:

  • Es dürfen keine Exoten, wie etwa tropische Korallen-Fische, gezeigt werden.
  • Es dürfen keine Meeresschildkröten oder marine Säugetiere, wie beispielsweise Robben und Kleinwale, gehalten werden.
  • Grundsätzlich dürfen vom Aussterben bedrohte Arten nicht zur Schau gestellt werden. Grundlage sind hier das Washingtoner Artenschutzabkommen (WAA) und die IUCN bzw. die korrespondierenden Richtlinien der Europäischen Union und Gesetze/Verordnungen der EU und/oder Bundesrepublik Deutschland.
  • Ausnahmsweise, wie zum Beispiel im Falle eigener Zucht oder der Teilnahme an Wiederansiedlungs-, Zucht- oder Forschungsprojekten, dürfen geschützte Arten gezeigt werden.
  • Wenn geschützte Arten gezeigt werden, muss Greenpeace davon informiert werden sowie ein entsprechender Hinweis auf der Infotafel erscheinen, wie zum Beispiel „Seepferdchen geschützt nach WAA (Anhang II)“. Ferner muss der Grund der Ausnahme (zum Beispiel "Teilnahme an Wiederansiedlungsprojekt") für den Besucher ersichtlich sein. Wenn Behörden Tiere von außerhalb der oben definierten Regionen zur zeitweiligen Unterbringung ins OZEANEUM geben, dürfen diese dort gehalten werden, bis die Behörden für eine endgültige Unterbringung gesorgt haben.

Kriterien für die Haltung der Tiere:

  • Alle Tiere müssen in einer dem natürlichen Lebensraum nachgestalteten Umgebung gezeigt werden.
  • Die Haltungsbedingungen müssen dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen.
  • Greenpeace erhält eine vollständige, jeweils aktuelle Artenliste mit der Kennzeichnung, welche Arten Nachzuchten und welche Wildfänge sind.
  • Tierärztliche Berichte und/oder Gutachten können nach Abstimmung durch einen von Greenpeace beauftragten Veterinärmediziner eingesehen werden. Für das OZEANEUM wird zwecks genauer Dokumentation eine vollständige, detaillierte Erfassung der Haltungsdaten wie Krankheiten, Medikation und Fütterungsverhalten vorgenommen.
  • Bei ungewöhnlich hoher Sterblichkeitsrate soll die Haltung der betroffenen Art zunächst eingestellt werden, bis die Ursache gefunden und eine Verbesserung umgesetzt ist.

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