Die Thunfischbestände im Mittelmeer

Der Blauflossen-Thun im Mittelmeer ist in ernsthafter Gefahr. Er benötigt dringend Schutzzonen, in denen sich die Bestände erholen und Jungtiere ungestört heranwachsen können. Seit Jahren kämpft Greenpeace für den Schutz dieser Thunfischart.
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Auch dieses Jahr ist das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise im Mittelmeer auf viermonatiger Kontrollfahrt. Diese führt quer durch die Mittelmeer-Regionen und wird erneut die Probleme benennen: Überfischung des Thunfischs, illegale Treibnetz-Fischerei, Verschmutzung und die Verbauung der Mittelmeer-Küste.

Bereits nach wenigen Tagen wurde die Crew der Arctic Sunrise Zeuge der verbotenen Treibnetz-Fischerei. Sie konfiszierten fast zwei Kilometer eines Treibnetzes des italienischen Trawlers Diomede II. Darin fanden die Greenpeace-Aktivisten unzählige, tote, junge Thunfische.

Die Diomede II fischte mit einem etwa neun Kilometer langen Netz. Und das, obwohl Treibnetze bereits vor 15 Jahren von den Vereinten Nationen verboten wurden: In ihnen sterben allein im Mittelmeer jährlich tausende von Walen, Delphinen und Schildkröten. Es ist skandalös, dass Greenpeace noch immer teils neue Schiffe aufspürt, die Treibnetze an Bord haben.

Greenpeace wird in den nächsten Wochen im Mittelmeer weiter die Missstände aufdecken und sie bekämpfen. Gesetzliche Verbote sind nutzlos, wenn ihre Einhaltung nicht kontrolliert und deren Missachtung nicht geahndet wird. Über unsere News halten wir Sie auf dem Laufenden.

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