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Die erste Woche an Bord der Rainbow Warrior

Am 1. August sind Holger Lauenstein und Tom Knappe in Italien an Bord der Rainbow Warrior gegangen. Schon die ersten Tage brachte die beiden hautnah an die großen Probleme des Mittelmeers: Thunfisch-Mastanlagen und illegale Treibnetzfischer waren die ersten Einsätze.

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Seit 1990 ist Holger Lauenstein als Taucher bei Greenpeace dabei. In einem Sportgeschäft wurde er von einem Greenpeace-Mitarbeiter angesprochen. Eine Woche später suchte er in den trüben Gewässern der Ostsee nach Abflussrohren einer schwedischen Papierfabrik. Mittlerweile taucht er nicht nur selbst, sondern trainiert andere Aktivisten.

Auch Tom Knappe, ebenfalls begeisterter Taucher für Greenpeace, ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit mehr als 7 Jahren beteiligt er sich an Greenpeace Aktionen. Während eines Taucherurlaubs hatte Tom einen ehrenamtlichen Greenpeace-Aktivisten kennen gelernt, der sogleich den Kontakt hergestellt hatte. Seitdem gibt es für Tom kein Überlegen, wenn es darum geht, bei Aktionen dabei zu sein.

Am letzten Wochenende befand sich die Rainbow Warrior rund 50 Kilometer vor der Küste Italiens, um die hier vermuteten, illegalen Treibnetzfischer zu finden. Es war spannend zu erleben, wie die Rainbow Warrior das gesamte Gebiet abfährt in der Hoffnung, die Fischtrawler zu entdecken. Aber sie konnten nicht aufgespürt werden. Wahrscheinlich haben die Fischer ihre Jagd verschoben. Grund dafür könnte der anstehende Vollmond sein, weil die Fänge in dieser Mondphase erfahrungsgemäß schlecht ausfallen. Aber wir werden weiterhin die Augen offen halten und die zuständigen Behörden informieren, wenn wir fündig werden.

Am Montag tauchten Tom und Holger in eine Thunfisch-Mastanlage bei Procida Island ab. Hier sollen die Schäden am Meeresboden dokumentiert werden, die durch die Mastkäfige entstanden sind. Die 300 bis 400 Kilogramm schweren Blauflossen-Thuns tummelten sich um Tom und Holger, als sie in die Mastkäfige einstiegen. Es war wie in einem umgedrehten Löwenkäfig im Zirkus, berichtete Tom. Es war beeindruckend und beängstigend zugleich. Diese riesigen Schönheiten, die durch ihre Größe aber auch sehr gewaltig wirken, haben einen tiefen Eindruck hinterlassen. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich Tom und Holger an das Getummel soweit gewöhnt hatten, dass sie die Dokumentation durchführen konnten.

Es stehen noch einige Aktionen auf dem Plan, bei denen Tom und Holger für Greenpeace tauchen werden. Ob die Erfahrung zwischen den Blauflossen-Thunfischen zu übertreffen ist, wird sich zeigen. Auf jeden Fall werden die beiden noch viel erleben und für den Schutz der Meere kämpfen, bevor sie wieder zurück nach Deutschland kommen.

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