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Deutschland will Handelsverbot für Thunfisch unterstützen

Heute hat Greenpeace die Meldung erreicht, dass Deutschland in der EU-Kommission für ein internationales Handelsverbot des Blauflossenthunfischs stimmen wird. Mit der Stimme Deutschlands wird das Verbot sehr wahrscheinlich. Schon Ende Juli 2009 hatten Monaco, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien einem Verbot zugestimmt. Die Zusage Deutschlands stand bislang auf der Kippe.

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Wir sind froh über die Nachricht. Es wäre sehr zu bedauern gewesen, hätte Deutschland sich gegen ein Handelsverbot ausgesprochen. Dieser Fortschritt ist auch auf die Arbeit von Greenpeace zurückzuführen, freut sich Thilo Maack, Meeresbiologe bei Greenpeace. Am Montag hatte sich Greenpeace, zusammen mit 12 der größten deutschen Natur- und Umweltschutzorganisationen, in einem offenen Brief an die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner gewandt.

Vor der türkischen Küste protestierten heute Greenpeace-Aktivisten für ein internationales Fangverbot der Thunfischart. Dort werden Thunfische in speziellen Käfigen gefangen und gemästet. Greenpeace verlangt ein sofortiges Handeln zum Schutz der bedrohten Tiere. Schwimmer brachten Plakate mit der Aufschrift Crime Scene (Tatort) im Bereich der Käfige an.

Entschieden wird über ein Handelsverbot im März 2010. Dann findet das nächste Treffen des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES (Convention on International Trade of Endangered Species of wild fauna and flora) statt.

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High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

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