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Der Kalifornische Schweinswal oder Vaquita

Der Vaquita (Phocoena sinus) ist ein vom Aussterben bedrohter Kleinwal, der zur Gruppe der Schweinswale gehört. Dieser scheue Vertreter der Wale ist auf der Roten Liste des Weltnaturschutz-Dachverbandes IUCN als kritisch gefährdet und vom Aussterben bedroht gelistet. Er ist so selten, dass es uns noch nicht einmal gelungen ist, Ihnen ein Foto eines lebenden Vaquitas zu präsentieren.

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Schweinswale gehören zu den Zahnwalen. Sie haben keinen Schnabel, wie wir es von meisten Delfinen kennen, sondern eine stumpfe Schnauze und spatelförmige Zähne.

Neben dem Hector-Delfin ist der Vaquita mit einer Länge von bis zu 1,5 Meter der kleinste Wal weltweit. Trotzdem könnte er bald zweifelhafter Rekordhalter werden, denn es steht zu befürchten, dass der Vaquita die erste Walart sein wird, welche durch Menschenhand ausstirbt. Nur noch 567 Tiere erbrachte die letzte seriöse Zählung, die 1997 gemeinsam vom mexikanischen Fischerei-Institut und dem amerikanischen nationalen marinen Fischereiservice durchgeführt wurde.

Vaquitas haben den kleinsten Verbreitungsraum aller Walarten. Lediglich am nördlichen Ende des Golfs von Kalifornien trifft man sie an - nirgendwo anders auf der Welt. Die meisten Sichtungen erfolgten in Flachwasserbereichen innerhalb von 25 Kilometern Entfernung zum Ufer. Es wird davon ausgegangen, dass Vaquitas ein Kalb pro Jahr gebären, gewöhnlich Ende März/Anfang April. Auf ihrem Speiseplan stehen neben gewöhnlichen Fischen auch Tintenfische.

Die größte Gefahr für den Vaquita ist die Fischerei. Obwohl er nicht direkt bejagt wird, verfängt er sich immer wieder in Fischernetzen und ertrinkt. Etwa 15 Prozent der Population verendet auf diese Weise jährlich in Stellnetzen. Zwar sind bereits Teile des Verbreitungsgebietes des Kalifornischen Schweinswals offiziell unter Schutz gestellt. Doch die Kontrolle ist mangelhaft. So kommt es immer wieder vor, dass Fischer in die Zonen hineinfahren und dort ihre Netze auswerfen; vorrangig um Haie, Rochen und Makrelen zu fangen. In solchen Netzen verheddern sich dann auch die Vaquitas. Als Säugetiere sind sie darauf angewiesen, periodisch zum Luft holen an die Oberfläche zu kommen. Gelingt es ihnen nicht, sich aus den Netzen zu befreien, ist der Todeskampf während des Ertrinkens langwierig und qualvoll: Denn sie kommen viele Minuten unter Wasser zurecht, ohne auftauchen zu müssen.

Umweltschützer fordern schon seit langem: Das gesamte Verbreitungsgebiet des Vaquitas muss komplett für schädliche, menschliche Nutzung geschlossen werden!

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