Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Der Greenpeace-Vorschlag für Meeresschutzgebiete im Golf von Kalifornien

29 Schutzgebiete existieren bereits am Golf von Kalifornien. Nur neun davon beinhalten auch marine Habitate. Dieses Missverhältnis fiel sogar der mexikanischen Regierung auf: Sie setzte 1997 eine Expertenkommission ein, die den Auftrag bekam, mehr Daten über das marine Ökosystem im Golf von Kalifornien zusammenzutragen.

  • /

Die 71 Wissenschaftler identifizierten 70 Küsten- und ozeanische Bereiche, die sich durch besonders hohe Artenvielfalt auszeichnen. Die vorhandenen Informationen müssen nun in einen Schutzplan für die Region einfließen. Dabei gilt es, neben ökologischen auch wirtschaftliche und soziale Kritierien zu berücksichtigen.

Das Ende 2006 von Greenpeace vorgestellte Schutzgebietskonzept umfasst sowohl Regionen an der Küste und am Kontinentalschelf als auch Bereiche im tiefen Wasser. Es handelt sich dabei ausschließlich um Gebiete, die sich durch eine hohe Biodiversität und Einzigartigkeit auszeichnen, die aber auch stark von menschlichen Aktivitäten beeinflusst sind.

In den als rote Punkte dargestellten Schutzzonen soll auch zukünftig eine kontrollierte Nutzung möglich sein. Im Gegensatz dazu muss in den schraffierten Bereichen jeglicher menschliche Einfluss vermieden werden, um dem Gesamtlebensraum die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren bzw. gesund bleiben zu können.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Zum Wegkrabbeln

Keine Ausreden mehr: Wissenschaftler haben weltweit den Zustand der Arten bewertet, die Fakten sind bekannt. Christoph Thies von Greenpeace erzählt, was das bedeutet.

Klimakiller Kunststoff

Plastik ist schädlich für die Umwelt – so weit, so bekannt. Ein neuer Report beleuchtet einen bislang vernachlässigten Aspekt von Kunststoffen: wie sie den Klimawandel vorantreiben.

Löchrige Lebensversicherung

Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Die Wissenschaft fordert ein radikales Umdenken. Was der Weltbiodiversitätsrat empfiehlt, erzählt Christoph Thies von Greenpeace.