Auftriebsgebiete und Fischreichtum

An der Westküste Nordafrikas (Marokko, Mauretanien, Senegal) und Südafrikas (Namibia, Südafrika) befinden sich einige der bedeutendsten sogenannten Auftriebsgebiete (engl. upwelling areas). Der Auftrieb an diesen Meeresküsten wird überwiegend durch den Wind verursacht. Das Oberflächenwasser wird weggeschoben und das nährstoffreiche Tiefenwasser steigt hoch.
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Die upwelling areas sind durch das Aufsteigen von Wasser aus tiefer liegenden Schichten in oberflächennahe, lichtdurchflutete Bereiche der Wassersäule geprägt. Da das Wasser aus den tieferen Zonen meist kälter und nährstoffreicher ist als das in der Oberflächenschicht, führt der Auftrieb oft zu einer Abkühlung und Nährstoffanreicherung des Oberflächenwassers.

Bei den Nährstoffen handelt es sich um Salze wie Nitrate und Phosphate. Sie entstehen, wenn sich organisches Material zersetzt, das ehemals aus den Oberflächenschichten abgesunken ist. Die Nährstoffe bewirken, dass sich winzige Algen im Wasser, das sogenannte Phytoplankton, stark vermehren. Es bildet die Nahrungsgrundlage für das gesamte Nahrungsnetz: Zooplankton (kleine Krebse), Fische, Schildkröten, Haie, Wale etc.

So erklärt sich der Artenreichtum, aber auch die oft sehr hohe Anzahl von Tieren in den Auftriebsgebieten. Und deshalb finden wir vor der Küste Westafrikas Meeresschildkröten, Seekühe, Rochen, Walhaie, Schwärme von Makrelen, Heringen oder Sardinen und vieles mehr.

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