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Attacke im Mittelmeer

Am Freitag wurde das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise von drei türkischen Fischerbooten angegriffen. Die Arctic Sunrise befand sich in den Gewässern zwischen der Türkei und Zypern, um auf die Überfischung der Thunfischbestände aufmerksam zu machen.

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Nachdem Greenpeacer aus ihrem Helikopter heraus das Handeln der Fischer dokumentierten, griffen diese an. Die Fischer bewarfen das Greenpeace-Schiff mit Bleigewichten und eines der Schiffe rammte die Arctic Sunrise. Auch Schüsse waren zu hören.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Greenpeace-Helikopter, der zwischenzeitlich wieder an Bord der Arctic Sunrise landete, war nach der Attacke allerdings außer Gefecht gesetzt. Dieser Angriff auf unseren gewaltlosen Protest ist nicht hinzunehmen. Wir bitten die Schiffseigner dringend, ihre Crew in den Hafen zurückzubeordern und umgehend Nachforschungen anzustellen, berichtet Banu Dokmecibasi, Greenpeace-Meeresexperte an Bord der Arctic Sunrise.

Die Arctic Sunrise ist seit drei Monaten im Mittelmeer unterwegs. Mit ihrer Tour setzt sie sich nicht nur für die Thunfischbestände ein. Greenpeace fordert außerdem die Einrichtung von Meeresreservaten. 40 Prozent der Meere sollten unter Schutz gestellt werden.

Der Grundstein für ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten wurde bei der diesjährigen UN-Konferenz für biologische Diversität (CBD) gelegt. Dort wurden Kriterien zur Einrichtung der Schutzgebiete festgelegt.

Im Mittelmeer ist der Blauflossenthunfisch stark bedroht. Der Bereich zwischen der Türkei und Zypern ist eines der Laichgebiete der begehrten Fische. Greenpeace fordert die türkische Regierung auf, das Gebiet unter Schutz zu stellen. Durch den Schutz der Thunfische schützen die Fischer auch ihre eigene Zukunft, sagt Karli Thomas, Meeresexpertin bei Greenpeace International.

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