Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Artenvielfalt unter Raubfischen in Gefahr

Es gibt in den offenen Ozeanen, meist weit entfernt von Küsten und Korallenriffen, Regionen, in denen besonders viele Raubfische existieren. Aber: Was aus heutiger Sicht wirkt wie großer Artenreichtum, ist nur ein kleiner Überrest früherer Bestände. Die Artenvielfalt unter den Großfischen wie Tun- und Schwertfischen geht rapide zurück.

Die amerikanische Fachzeitschrift Science hat zu diesem Thema in ihrer jüngsten Ausgabe eine Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass Großfische stark bedroht sind. Bei ihrer Studie berücksichtigten die Autoren Fischfang-Daten der letzten fünfzig Jahre. Erschreckend: Wo einem Fischer vor fünfzig Jahren noch zehn verschiedene Arten ins Netz gingen, sind es heute nur noch fünf bis sieben.

Die Autoren nennen als Grund für dieses Problem die Überfischung der Meere.Sie weisen darauf hin, dass dringend etwas zum Schutz der Artenvielfalt in den Ozeanen getan werden muss und plädieren für die Einrichtung von Meeresschutzzonen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Fishy Business

Fisch aus illegaler Fischerei überschwemmt die internationalen Märkte. Das Umladen von Fang- auf Kühlschiffe fernab der Häfen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Haie unter Attacke

Obwohl sie sich „Schwertfischfischerei“ nennt, wird dabei im Nordatlantik hauptsächlich eins gefangen: Haie. Entweder absichtlich, oder als Beifang, zeigt dieser Greenpeace-Report.2017 zum Beispiel kam auf 1 Kilo Schwertfisch 4 Kilo Hai.

Mehr zum Thema

Butter bei die Fische

Fischer reagierten teils empört auf die von Greenpeace-Aktiven versenkten Steine in der Ostsee. Im Interview erzählt Thilo Maack, warum die Aktion auch der Fischerei nutzt.

Schutz für Fehmarnbelt

Fischereiministerin Klöckner verzögert den Meeresschutz in Nord- und Ostsee. Greenpeace-Aktive versenken daher weitere Steine im Schutzgebiet Fehmarnbelt.

Steiniger Weg zum Ziel

Fotostrecke: Greenpeace-Aktive versenken weitere Steine in der Ostsee vor Rügen. So wollen sie das Schutzgebiet Adlergrund vor zerstörender Grundschleppnetzfischerei bewahren.