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Amtshilfe gegen Piratenfischer vor Westafrika

Lange haben Greenpeace und die Umweltrechtsstiftung Enviromental Justice Foundation (EJF) das illegale Treiben der Piratenfischer vor der Westküste Afrikas dokumentiert. Nun bereiten sich die Umweltschützer an Bord der Esperanza darauf vor, die Piratenfischer mit Hilfe von guineischen Beamten dingfest zu machen.

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Im Laufe der letzten zehn Tage haben Greenpeace und EJF die Aktivitäten von fast siebzig Schiffen dokumentiert. Die Fischer, die illegal die Fischbestände in der Meeresregion im Ostatlantik plündern, sollen festgenommen werden, bevor sie ihre Beute über Kühlschiffe in europäische Häfen schleusen können.

Zwei Fischerei-Inspektoren sind nun mit an Bord der Esperanza. Diese sind befugt, die Piratenfischer unter Arrest zu stellen. Piratenfischerei ist eine große Bedrohung für die Ozeane. Deshalb geben wir den Behörden von Guinea Amtshilfe im Kampf gegen die Plünderer. Die Behörden haben sonst keine Möglichkeiten, diese Leute zu fassen, sagt Timo Liebe, Hamburger Greenpeace-Aktivist an Bord der Esperanza.

Die Schiffe, die aus Italien, China, Korea, Liberia und Belize kommen, fischen zum Teil sogar innerhalb der Zwölf-Meilen-Zone und damit in einem Gebiet, das für die Versorgung der lokalen Bevölkerung in einem der ärmsten Länder der Erde von großer Wichtigkeit ist.

Piratenfischer erzielen 30 Prozent der gesamten Fangmenge in den Weltmeeren - weit mehr als die Fischbestände kompensieren könnten. Allein in Guinea erbeuten Piratenfischer Fisch für knapp 100 Millionen Euro. Viele ansässige Fischer verlieren ihr Einkommen. Lokale Behörden können oft nur hilflos zusehen.

Es ist widersinnig, wenn Europa auf der einen Seite große Mengen an Hilfsgeldern ausgibt und auf der anderen Seite die Beute importiert. Sehen die Menschen in Westafrika keine Zukunft mehr, machen sich viele von ihnen auf den Weg nach Norden, nach Europa, so Timo Liebe.

Westafrika ist die zweite Station der über einjährigen Expedition der Esperanza zum Schutz der Weltmeere. Nach der ersten Fahrt in die Antarktis zum Protest gegen japanische Walfänger ist das größte Greenpeace-Schiff nun vor Westafrika.

Auf der Konferenz zur Artenvielfalt (CBD) in Curitiba, Brasilien, fordert Greenpeace die Einrichtung von Schutzgebieten, die vierzig Prozent der Weltmeer-Fläche umfassen. Auch an Land ist ein Netzwerk von Schutzgebieten dringend notwendig, um die weltweite Artenvielfalt zu erhalten. Vor allem die letzten großen Urwaldregionen müssen vor der Zerstörung gerettet werden.

(Autor: Benjamin Borgerding)

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