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25 Nationen protestieren gegen isländischen Walfang

Wie isoliert Island in der Frage des Walfangs dasteht, hat sich am Mittwoch gezeigt: Der britische Botschafter in Reykjavik überbrachte der isländischen Regierung eine diplomatische Protestnote gegen den kommerziellen Walfang. Nicht weniger als 25 Nationen und die Europäische Kommission hatten unterschrieben.

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In der sogenannten Demarche protestieren die anderen Regierungen gegen die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs. Sie forderten Reykjavik auf, das Töten von Walen zu beenden. Außerdem riefen sie Island dazu auf, das internationale Walfangverbot zu respektieren. Zu den Unterzeichnernationen gehören: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Luxemburg, Mexiko, Monaco, die Niederlande, Neuseeland, Österreich, Peru, Portugal, Spanien, Schweden, die Slowakei, die Tschechische Republik und die USA.

Wir begrüßen diesen Schritt außerordentlich, sagt Stefanie Werner, Meeresbiologin von Greenpeace. Auf der letzten Tagung der Internationalen Walfangkommission konnten die gut organisierten Walfangbefürworter schon eine Resolution zu ihren Gunsten entscheiden. Seitdem versuchen sie, den internationalen Walschutz weiter zu untergraben. Dagegen kämpft Greenpeace unermüdlich an. Zugleich haben wir die Walschutznationen immer wieder aufgerufen, sich besser zu organisieren, damit sie ein kräftigeres Gegengewicht bilden können. Heute haben wir gesehen dass der Wille dazu da ist, nun müssen Taten folgen! Die Unterzeichnernationen müssen der Rettung der Wale höhere politische Priorität einräumen und aktiv den Walschutz vorantreiben.

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