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111 Steine für das Sylter Außenriff

Als gestern früh um 4.30 Uhr der Wecker schellte, musste alles sehr schnell gehen. Zähne putzen, Wasser ins Gesicht und hinein in den Transporter Richter Sylter Südküste. Dort wartet schon unser Schiff, die Argus am Kai. Begleitet von zwei Schlauchbooten fahren wir mit der Argus um 6 Uhr hinaus zum Sylter Außenriff. Dort wollen wir heute erneut in dem vom Bundesumweltministerium ausgewiesenen Naturschutzgebiet große Natursteine gegen die Grundschleppnetzfischerei und den Sand- und Kiesabbau in diesem Gebiet versenken.

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Das Sylter Außenriff liegt rund 35 Seemeilen vor der Sylter Westküste. Für die "Argus" und die beiden Schlauchboot-Besatzungen sind das rund drei Stunden Fahrt durch Wind und Wellen hinaus auf die Nordsee. Ein anstrengender Ritt, besonders für die Schlauchboote. Doch auch die Argus schaukelt wie ein Spielzeugboot in der Badewanne.

Um 9 Uhr sind wir vor Ort angekommen. Mit einem Schaufelbagger beginnen wir, die rund einen Kubikmeter großen Felsbrocken im Meer zu versenken. Alle hundert Meter einen Stein für die Erhaltung der Natur in diesem Gebiet, in dem trotz Naturschutzstatus mit Grundschleppnetzen gefischt werden darf. Wo einmal ein Grundschleppnetz über den Meeresboden gezogen wurde, bleibt kein Leben mehr übrig. Warum ist das in einem Naturschutzgebiet erlaubt?

Mehr erfahren Sie in unserm Blog Riesen der Meere, folgen Sie dem Link weiter unten.

Auf unserer Seite www.greenpeace.de/schutzgebiete haben wir zum Thema Schutzgebiete und Grundschleppnetzfischerei eine Flash-Animation für Sie eingestellt.

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