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Rewe reagiert - mit Vorwürfen

Am 14. Februar hat Greenpeace den neuen Einkaufsratgeber "Essen ohne Pestizide" veröffentlicht. Tausende Verbraucher haben sich seither per Internet und mit Postkarten an der Protestaktion gegen Edeka, Rewe und Kaiser's/Tengelmann beteiligt. Sie forderten von den Schlusslichtern im aktuellen Supermarktvergleich Lebensmittel, die frei sind von Pestizidrückständen.
Nach Edeka versendet nun auch Rewe Antworten an die besorgten Verbraucher. Lesen Sie, was Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter dazu sagt.

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Rewe hat endlich unsere jahrelangen Forderungen aufgegriffen und angekündigt, für eine geringere Pestizidbelastung der Produkte zu sorgen. Die Pestizidbelastungen von Obst und Gemüse sollen auf maximal 70 Prozent der gesetzlichen Höchstmenge und der sogenannten Akuten Referenzdosis (ARfD) reduziert werden. Ein längst überfälliger Schritt, wenn man bedenkt, dass Rewe Österreich bereits seit über drei Jahren erfolgreich ein Programm zur Pestizidreduktion durchführt.

Gleichzeitig erhebt Rewe in seinem Antwortbrief an Verbraucher schwere Vorwürfe gegen Greenpeace: Wissenschaftliche Erkenntnisse seien nicht berücksichtigt worden, es habe massive handwerkliche Fehler von Greenpeace-Seite aus gegeben. Außerdem sei der Bezugsweg der beanstandeten Proben völlig unklar.

Alle Anschuldigungen erweisen sich als nicht haltbar

Alle Anschuldigungen wurden von uns überprüft und kein einziger erweist sich als haltbar, stellt Manfred Krautter fest. Zum Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit meint Krautter: Das Gegenteil ist richtig. Keine andere unabhängige Test-Organisation zieht für ihre Tests auch nur annähernd so hohe Probenzahlen heran, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Ein erstklassiges Fachlabor sorgt für höchste Qualität der Analysen und es überprüft die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte. Ein mit Toxikologen entwickeltes Bewertungssystem sorgt zudem dafür, dass die Greenpeace-Bewertungen auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind und zum Beispiel auch Mehrfachbelastungen berücksichtigt werden.

Auch regionale Zulassungen bestimmter Pestizide habe man berücksichtigt, so Krautter. Das müsse dem Rewe-Konzern ebenso bekannt sein wie die angeblich unklaren Bezugswege des Obstes und Gemüses. Denn die vollständigen Probendaten und Ergebnisse wurde dem Konzern per Einschreiben zugeschickt. Grundsätzlich gilt: Jeder Interessent kann die umfassenden Test-Informationen auf Anfrage bei Greenpeace erhalten.

Greenpeace erwartet, dass Rewe in Zukunft die Einhaltung der gesetzlichen Pestizid-Grenzwerte garantiert und den Verkauf nicht verkehrsfähiger Lebensmittel einstellt. Das Unternehmen sollte grundsätzlich Obst und Gemüse anbieten, das komplett frei von Spritzmittelrückständen ist. Mit falschen Aussagen und unrichtigen Informationen an die Verbraucher wird das Unternehmen seine Qualitätsprobleme nicht lösen und das Vertrauen in sein Lebensmittelangebot wohl kaum zurückgewinnen.

Schicken Sie den Pestizid-Schlusslichtern Edeka, Kaiser's/Tengelmann und Rewe

 

eine Protestmail und fordern Sie giftfreies Essen.

 

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