Report: Die schmutzigen Portfolios der Pestizidindustrie

Wenige Chemiekonzerne, machen die Geschäfte mit der Agrochemie unter sich aus. Bayer, Syngenta, Monsanto, die BASF und Dow Chemical decken allein 75 Prozent des Weltmarktes für Pestizide ab. Zusammen verkaufen sie weltweit 512 Spritzmittel. In dem Report Die schmutzigen Portfolios der Pestizidindustrie untersucht Greenpeace das Pestizidangebot der Konzerne und vergleicht diese nach Umwelt- und Gesundheitskriterien.
  • /

Auch die Zugänglichkeit zu den Daten, um das Gift feststellen oder überhaupt bewerten zu können, wurde in den Blick genommen. Bayer und Syngenta haben die Portfolios mit den stärksten Beeinträchtigungen bzw. Risiken für die menschliche Gesundheit und Umwelt. Monsanto hat zwar den kleinsten Marktanteil, allerdings die schwärzeste Produktpalette.

Alle fünf Konzerne gefährden ganz erheblich die Gesundheit und Umwelt. Im Schnitt stecken 46 Prozent besonders kritische Stoffe in den Portfolios der Multis. 243 der 512 Spritzmittel gefährden Mensch und Natur besonders stark. Hinzu kommt, dass es für 16 Prozent der verkauften Pestizidwirkstoffe nur unzureichende öffentliche Informationen über ihre Giftwirkungen gibt.

Und selbst die besten EU-Labors können mögliche Pestizidrückstände in Lebensmitteln bei 42 Prozent der Stoffe mit den heute eingesetzten Routineverfahren nicht nachweisen.

Mehr zum Thema

Pestizide in Lebensmitteln und deren Auswirkungen

Im Alltag kommen wir oft mit den unterschiedlichsten Chemikalien in Kontakt: Wir tragen chemisch behandelte Kleidung, unsere Kinder vergnügen sich mit Spielwaren, die zum Beispiel...

Tafeltrauben mit weniger Pestiziden

Obst und Gemüse enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe, die sie zu wertvollen Lebensmitteln machen. Doch konventionelles Obst enthält oft auch Rückstände von...