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Pestizid-Kampagne trägt Früchte

Erfolg für Greenpeace: Als vierte Handelskette will nun auch Metro (Real, Kaufhof) für eine bessere Qualität im Obst- und Gemüse-Regal sorgen. Die Lebensmittel dürfen künftig nur noch maximal 70 Prozent der gesetzlich zulässigen Pestizidbelastung enthalten. Lieferanten, die gegen die Standards verstoßen, droht Metro mit Auslistung.

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Damit reagiert auch Metro, der zweitgrößte seiner Branche in Deutschland, auf die Greenpeace-Kampagne gegen Gift im Essen. Lidl und Aldi waren bereits 2006 aktiv geworden, im Februar dieses Jahres zog Rewe nach. Immer wieder hat Greenpeace in den vergangenen Jahren Supermarktobst und -gemüse testen lassen. Und von den Konzernen gefordert, gegen die hohen Pestizidwerte vorzugehen.

Doch auch die Verbraucher waren aktiv. Ebenso wie der Ratgeber aus dem Jahr 2005 ist das Mitte Februar erschienene Heft Essen ohne Pestizide ein kostenloser Kassenschlager. Es wurde 180.000-mal angefordert und die Nachfrage reißt nicht ab. Verbraucher erfahren darin, in welchen Supermärkten mehr Pestizide als Vitamine verkauft werden.

Greenpeace begrüßt die Pestizid-Programme. Vier große deutsche Supermarktketten haben jetzt auf unsere Forderungen und die Proteste der Verbraucher hin gehandelt, so Greenpeace-Chemie-Experte Manfred Krautter. Je weniger Gift im Essen steckt, desto besser ist das für unsere Gesundheit. Ein geringerer Spritzmitteleinsatz auf den Feldern schont zudem die Natur und unser Grundwasser.

Jegliche Programme zur Pestizidreduktion fehlen bislang bei Edeka und Kaiser's/Tengelmann - ausgerechnet den Schlusslichtern des Pestizidtests. Die zu Metro gehörenden Ketten Real und Kaufhof landeten im Mittelfeld.

Den kostenlosen Ratgeber "Essen ohne Pestizide" können Sie telefonisch unter 040-306 18 120 oder per E-Mail bestellen. Zum PDF gelangen Sie über den Link unten.

Schicken Sie den Pestizid-Schlusslichtern Edeka, Kaiser's/Tengelmann und REWE eine Protestmail und fordern Sie giftfreies Essen!

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