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Obst- und Gemüse-Branche kämpft um Verbraucher

Jetzt kommt der Obst- und Gemüse-Markt in Wallung. Der Deutsche Bauernverband, Erzeugergenossenschaften, der Lebensmittelhandel und sogar die Pestizidindustrie sitzen zusammen, um eines in den Griff zu bekommen: Die permanente zu hohe Pestizidbelastung von Obst und Gemüse.

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Auslöser der neuen Initiative ist der aktuelle Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Pestizide". Verbraucher erfahren darin, wie stark in Supermärkten verkauftes Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet ist. Man wolle durch umfangreiche Maßnahmen das verlorene Vertrauen der Verbraucher wieder zurückgewinnen, so die Initiatoren. Geplant sei beispielsweise eine konsequente Sanktionierung von Pestizidsündern sowie verbesserte Kontrollen.

Jetzt wird auch den deutschen Erzeugern von Obst und Gemüse klar, dass es mit illegalen Spritzmitteln und übermäßigem Pestizideinsatz nicht so weiter gehen kann, so Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. Ich erwarte, dass den Worten auch Taten folgen und der Pestizideinsatz deutlich zurückgeht. Obst und Gemüse aus der Region ist nicht nur besser für den Klimaschutz, ohne Pestizidrückstände wird es auch die Verbraucher überzeugen.

Kleiner Ratgeber, große Wirkung: Die Supermarktketten Lidl und Aldi hatten bereits auf unseren ersten Ratgeber aus dem Jahr 2005 reagiert und Programme umgesetzt, die für weniger Pestizidrückstände in der Frischware sorgen sollen. Beide Ketten haben im Ratgeber 2007 am besten abgeschnitten. So hat Aldi beispielsweise kürzlich spanische Paprika aus dem Sortiment genommen, da bei eigenen Tests immer wieder die Pestizidgrenzwerte überschritten wurden. Im Februar hat auch Rewe, einer der Verlierer des diesjährigen Supermarkttests, Maßnahmen angekündigt.

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