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Bundesinstitut unterstützt Greenpeace-Befund zu Pestiziden

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und -kommunikation hat am Montag eine fünfseitige Stellungnahme zur Greenpeace-Meldung vom 11.11.2005 über die Vermarktung gesundheitsgefährdenden Obstes herausgegeben. Greenpeace hatte vor allem in untersuchten Weintrauben gefährlich hohe Pestizidrückstände gefunden.

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Die Bundesbehörde geht davon aus, dass der Verzehr der fraglichen Ware eine akute Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit darstellen kann. Die Behörde bestätigt damit die von Greenpeace getroffenen Bewertungen.

Greenpeace fordert aus diesem Anlass die Bundesregierung auf, die notwendigen Verschärfungen der geltenden Pestizid-Höchstmengen unverzüglich zu veranlassen. Entsprechende Anpassungen sind auch auf EU-Ebene notwendig.

Die zuständigen Überwachungsbehörden müssen die Lebensmittelkontrollen verschärfen und getestete Ware grundsätzlich auf ARfD-Überschreitungen hin prüfen. Die Vermarktung entsprechender Ware muss durch die Handelsketten und die Lebensmittelüberwachungsbehörden wirksam unterbunden werden.

(Autor: Manfred Krautter)

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