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Bundesbehörde hat Nase voll von Pestizidobst

Jetzt fordert auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), was Greenpeace schon lange verlangt: Die Wirtschaft soll endlich garantieren, kein Obst und Gemüse auf den Markt zu bringen, in dem die gesetzlichen Höchstmengen für Pestizidbelastungen überschritten werden. Beim jüngsten Greenpeace-Test waren zehn Prozent der Obst- und Gemüseproben der führenden deutschen Supermärkte mehr als gesetzlich erlaubt mit Pestiziden belastet. Bei den Bundesbehörden waren es acht Prozent.

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Bisher weigern sich die großen deutschen Handelsketten, die Einhaltung der gesetzlichen Pestizid-Grenzwerte im verkauften Obst und Gemüse zu garantieren. Wozu auch - die mangelhafte Lebensmittelüberwachung macht es den Supermärkten leicht, das Gesetz und den Verbraucherschutz zu ignorieren und miese Ware zu verkaufen, sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. Damit die Verbraucher endlich einwandfreie Ware bekommen, muss der Handel endlich zu seiner Pflicht stehen und saubere Lebensmittel gewährleisten. Die Einhaltung des Lebensmittelrechtes muss in Zukunft aber auch durch bessere Kontrollen der Überwachungsbehörden abgesichert werden.

Das BfR bestätigt in seinem aktuellen Papier auch den Greenpeace-Vorwurf, dass Grenzwerte zum Teil falsch abgeleitet wurden. Bis wann diese Fehler behoben werden, lässt das BfR allerdings offen.

Greenpeace hat in Tests festgestellt, dass Obst und Gemüse oft über dem ARfD-Wert mit Pestiziden belastet ist, ohne den Pestizid-Grenzwert überschritten zu haben. Besonders betroffen waren Tafeltrauben und Kopfsalat aus konventionellem Anbau. Das Problem der unsicheren Grenzwerte ist den Verantwortlichen seit Jahren bekannt und es gibt keinen vernünftigen Grund, die notwendigen Verbesserungen noch länger hinauszuzögern. Minister Seehofer muss seine Behörden anweisen, diese Fehler unverzüglich zu beheben, fordert Krautter.

(Autorin: Anja Franzenburg)

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