Mehrheit in Deutschland sieht Schutz von Tier und Umwelt als wichtigste Aufgabe

Mission: Kurswechsel

Lösungen für die dringenden Probleme der Landwirtschaft – nicht weniger soll ab heute eine Zukunftskommission finden, in der auch Greenpeace vertreten ist.

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Tiere und Umwelt schützen – ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland hat klare Erwartungen, um welche Themen sich die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft kümmern sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue repräsentative Umfrage von Kantar im Auftrag von Greenpeace.

Ab heute kommen in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutzverbänden, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um Lösungen für die wesentlichen Probleme der Landwirtschaft zu finden. Für 88 Prozent der mehr als tausend Befragten sollte dabei der Tierschutz im Vordergrund stehen. Fast genauso wichtig ist den Menschen der Umwelt- und Artenschutz (85 Prozent), gefolgt von der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln (80 Prozent), fairen Preise für Landwirte (78 Prozent) und Klimaschutz (77 Prozent). „Wir sehen es als unsere Aufgabe, in der Kommission diese Erwartungen der Menschen einzufordern“, sagt Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. Er vertritt Greenpeace in der Kommission.

Das Ergebnis der Umfrage bestätigt Greenpeace darin, sich in der Zukunftskommission für einen Kurswechsel in der Landwirtschaft einzusetzen. Denn Landwirtschaft ist für uns alle lebenswichtig. Sie darf ihre eigenen Grundlagen nicht länger zerstören. Aber für gute und gesunde Lebensmittel braucht es fruchtbare Böden, sauberes Wasser und Artenvielfalt. „Ich werde mich in der Zukunftskommission dafür einsetzen, die Landwirtschaft ökologisch auszurichten und umweltschädliche Subventionen abzubauen“, verspricht Martin Kaiser. „Auch die dafür benötigte Finanzierung für die Bäuerinnen und Bauern muss schnell auf den Weg gebracht werden.“

Intensive Landwirtschaft trägt zur Erderhitzung bei

 Riesige Felder voller Mais oder Raps ohne Blühstreifen am Rand, viel zu viele Schweine und Hühner auf engstem Raum: Die Landwirtschaft ist in erheblichem Maße daran beteiligt, dass die natürlichen Ressourcen übernutzt werden. Mit einem Anteil von derzeit zwölf Prozent hat die Landwirtschaft in Deutschland zudem einen wesentlichen Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen, nicht zuletzt wegen unseres Hungers auf Rindfleisch und Milchprodukte. Das befeuert die Erderhitzung und sorgt für immer häufiger auftretende Wetterextreme. „Das auf Export ausgerichtete, menschenverachtende, tierquälerische und umweltzerstörende System Billigfleisch muss ein Ende haben. Fördergelder von unseren Steuern müssen an klare Maßnahmen gebunden werden, die die natürlichen Grundlagen und das Klima schonen und Tierschutz umsetzen“, fordert Kaiser. “Nur mit sehr viel weniger Tieren, die besser gehalten werden, können wir das Klima schützen.”

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