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Verbot in Bayern reicht nicht

Die CSU verspricht ein gentechnikfreies Bayern. Doch regionale Anbauverbote sind sinnlos. Das machten Greenpeace-Aktivisten in Neu-Ulm mit einer Plakatwand gegen Gen-Mais 1507 deutlich.

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Greenpeace-Aktivisten haben vor wenigen Tagen den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer(CSU) in Neu-Ulm mit einer unmissverständlichen Botschaft empfangen. „Gen-Mais kennt keine Grenzen. Anbau stoppen – europaweit!“ war auf einer mobilen Plakatwand zu lesen. Seehofer wird nicht müde zu betonen, dass er Bayern gentechnikfrei halten will – und ignoriert dabei die Realitäten.

Ein regionales Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen bringt gar nichts – durch Pollenflug und Insekten verbreiten sich die Gen-Pollen auch über Landesgrenzen hinweg. Zudem sitzt mit Agrarminister Christian Schmidt ein CSU-Mann in der Bundesregierung – doch außer den Beteuerungen, man sei ja gegen Gen-Technik auf dem Acker, passiert nichts. Greenpeace fordert von der Bundesregierung, dass sie sich für ein Verbot des Gen-Maises 1507 auf europäischer Ebene stark macht.

Derzeit läuft auf europäischer Ebene ein Zulassungsverfahren für den gentechnisch veränderten Mais 1507. Diese Pflanze sondert permanent Gift ab und ist eine Gefahr die Umwelt. Das Bundesamt für Naturschutz hat mit Hinweis auf die Giftigkeit des Maises vom Anbau abgeraten.

Mit der mobilen Plakatwand war Greenpeace in den vergangenen Tagen in mehreren Städten Bayerns unterwegs, unter anderem auch in Fürth und München.

Zum Weiterlesen:
Alle Artikel zum Gen-Mais 1507

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