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Umweltschützer auf den Barrikaden

Diese Woche hat England als zweites europäisches Land nach Spanien grünes Licht für den kommerziellen Anbau von Gen-Mais gegeben. Das gentechnisch veränderte Saatgut wurde von Cropscience entwickelt, einer Tochterfirma der Bayer AG.

Der Gen-Mais, der gegen den Pestizid-Wirkstoff Glufosinat resistent ist, soll im Frühling des kommenden Jahres erstmals angepflanzt und als Futtermittel für Kühe genutzt werden. Über die Milch der Tiere kommt er dann indirekt auch in den menschlichen Nahrungskreislauf.

Versuche mit dem genmanipuliertem Mais beweisen laut Regierung dessen Umweltverträglichkeit. Experten bezweifeln dies. Jeder, der einigermaßen Ahnung von Wissenschaft hat, erkennt, dass Blairs Erlaubnis für den Anbau von Gen-Mais auf fehlerhaften Tests basiert, so Greenpeace Gentechnik-Expertin Sarah North.

Die Entscheidung hat Umweltschützer im ganzen Land in Aufruhr versetzt. Es sind tausende Menschen bereit, gegen diesen Beschluss zu kämpfen - auf den Straßen, den Feldern, vor Gericht und in den Supermärkten, so North weiter. Chaos im Land während des Wahljahres 2005 könnte das Resultat dieser Entscheidung sein.

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