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Zulassungsbehörden versagen bei Risikobewertung von Gen-Mais

Studie über Mängel bei Ratten-Versuchen

Der US-Gentechnikgigant Monsanto hat zur Auswertung von Fütterungsversuchen an Ratten mit dem Gen-Mais MON863 nachweislich falsche statistische Methoden eingesetzt. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die Greenpeace am Donnerstag in Brüssel veröffentlicht hat. Die fehlerbehaftete Auswertung hat Monsanto vorgelegt, um die Marktzulassung für die Europäische Union zu erlangen und anhand der Studie für Tierfutter auch erhalten. Am kommenden Montag wollen die EU-Agrarminister über die Zulassung des genmanipulierten Mais' für Lebensmittel entscheiden. Als Grundlage dienen wieder die falsch interpretierten Monsanto-Zahlen.

Nach Einschätzung eines französischen Molekularbiologen und eines Statistikers, die im Auftrag von Greenpeace entsprechende Rohdaten ausgewertet haben, hat Monsanto biolgische Effekte nach der Gen-Maisfütterung wie etwa die Gewichtsveränderungen der Versuchstiere übersehen. Sie wurden als Zufall tituliert und ignoriert. Der vom US-Konzern Monsanto entwickelte Gen-Mais, der ein Insektengift produziert, sollte sich nach den Wünschen der Erfinder nicht von herkömmlichem Mais unterscheiden. Bei Ratten hat er aber zu Veränderungen von Organen und des Blutbildes geführt.

Erstmals ist es Greenpeace gelungen, die Zulassungsunterlagen für Gen-Pflanzen durch unabhängige Experten überprüfen zu lassen, erklärt Christoph Then, Greenpeace-Gentechnikexperte. Und das Ergebnis ist erschreckend: Obwohl die statistischen Tricks von Monsanto für Fachleute offensichtlich sind, haben die Zulassungsbehörden diesen Gen-Mais durchgewunken. Die Zulassung muss gestoppt werden.

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