Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Skandal im Fleischregal

Greenpeace-Aktivisten haben am Montag in Stockholm mit einer Aktion auf die bedenkliche neue Firmenstrategie des schwedischen Lebensmittelherstellers Swedish Meats aufmerksam gemacht. Swedish Meats lässt neuerdings gentechnisch verändertes Tierfutter zur Tiermästung zu, ohne dass das Fleisch später einen Hinweis auf diese Fütterung trägt.

  • /

Die Aktivisten entrollten an einem Firmengebäude ein Transparent mit der Aufschrift Scandal, in Anspielung auf die Swedish Meats-Marke Scan. Indem Swedish Meats die jeweiligen Scan-Produkte nicht als Genfood ausweist, trägt die Firma dazu bei, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel in Supermärkten unbemerkt Einzug halten.

Mit ihrer neuen Firmenstrategie macht sich Swedish Meats mitverantwortlich für ein gefährliches Gen-Experiment mit Umwelt und Nahrungsmitteln. Verbraucher haben das Recht, sich für gentechnikfreie Produkte zu entscheiden. Wir verlangen, dass Swedish Meats wieder zu ihrer alten Strategie zurückkehrt und auf Gentechnik verzichtet, sagt Kathleen McCaughey, Gentechnikexpertin bei Greenpeace.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Gentechnik beim Namen nennen

Die „Genschere“ Crispr ist Gentechnik, entschied heute der Europäische Gerichtshof. Daraus entstehende Produkte sind damit kennzeichnungspflichtig. Gut für Umwelt und Verbraucher!

Na dann Mahlzeit!

CETA tritt vorläufig in Kraft – und in Kanada kommt genveränderter Lachs auf den Markt. Der könnte durch das Handelsabkommen in Europa landen, so Greenpeace-Analysen.

Bleib sauber

Raps-Saatgut ist frei von Gentechnik. Die anstehende Fusion von Bayer und Monsanto sowie eine neue Generation an Pflanzen bedrängen jedoch die gentechnikfreie Landwirtschaft.