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Schweizer entscheiden gegen Gentechnik

Die Schweizer Bevölkerung hat sich am Sonntag mehrheitlich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft ausgesprochen. Bei dem Referendum stimmten fast 56 Prozent der Wähler und alle 26 Kantone einem Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren zu. Das Moratorium ist auf fünf Jahre befristet. Es gilt nicht für Forschung und Pharmaindustrie.

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Greenpeace-Gentechnikexperte Christoph Then kommentiert die Abstimmung: Das Schweizer Votum hat Signalwirkung für Europa. Auch die neue Bundesregierung muss beim kommerziellen Anbau von Gen-Saaten ihren Kurs überdenken. Eine Förderung dieser Technologie ist ein Anschlag auf Verbraucher und die Mehrheit der Landwirte.

Then erinnert an das jüngste Beispiel aus Australien - Gen-Erbsen, die sich im Tierversuch als lebensgefährlich herausgestellt haben. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ein Zulassungs- und Anbaustopp in der EU ist die einzig richtige Konsequenz - oder haben EU-Bürger weniger Anrecht auf den Schutz vor Gen-Produkten als ihre Schweizer Nachbarn?

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