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Schweiz lässt Anbau von Gen-Weizen zu

Die Eidgenössische Techniche Hochschule Zürich (ETH) darf trotz laufenden Verfahrens und breiter Opposition Gentechnik-Weizen anbauen. Das schweizer Bundesministerium für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) entzog letzten Freitag einer Beschwerde von Greenpeace und Anwohnerinnen und Anwohnern des Versuchsfeldes die aufschiebende Wirkung und gab damit grünes Licht für den Freiland-Versuch mit Gen-Weizen.

Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft hatte im letzten November nach sorgfältiger Prüfung den Freisetzungsversuch abgelehnt. Doch im Dezember folgte plötzlich die Kehrtwende: Das UVEK hatte den ursprünglich ablehnenden Bundesamt-Entscheid gekippt und dass ETH erhielt seine Bewilligung. Daraufhin reichten am 30. Januar Anwohnerinnen, Weizen-Bauern aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Versuchsfeldes, Greenpeace und verschiedene andere Organisationen Beschwerde ein.

Gen-Pflanzen kennen keine Acker-Grenzen und breiten sich unkontrolliert in unsere Umwelt aus. Die Auswirkungen auf Natur und Mensch sind dabei nicht vorhersehbar, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Auch in Deutschland soll schon in diesem Frühjahr Gen-Weizen der Firma Syngenta im Versuch angebaut werden. Dies gilt es zu verhindern. Denn Weizen birgt für Verbraucher insbesondere Gefahren, da er zu unseren Hauptnahrungsmitteln gehört und als Nudeln, Brot oder Kekse sehr häufig auf unserem Teller landet. (bes)

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