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Schleuste Greenpeace GVO in Japan ein?

Greenpeace habe absichtlich gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in den Sandwichteig einer japanischen Fast-Foodkette eingeschleust. Das behauptete die neuseeländische Umweltministerin Marion Hobbs am vergangenen Wochenende. Greenpeace wies die Anschuldigung als total bizarr zurück. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man fast darüber lachen, erklärt Steve Abel, Pressesprecher bei Greenpeace.

Am vergangenen Wochenende hatte die Fast-Foodkette Subway Japan von ihrem Lieferanten"Sumitomo Corp erfahren, dass in dem Sandwichteig GVO gefunden worden waren. Daraufhin hatte Subway Japan den Teig abgelehnt. Der tiefgefrorene Sandwichteig stammte aus Neuseeland und wird nach Angaben von Subway New Zealand außerdem in den USA und in anderen Ländern verwendet. Die fraglichen Organismen sind vom japanischen Gesundheitsministerium nicht zugelassen und waren auch nicht als Inhaltsstoff angegeben.

Greenpeace hatte sich sofort nach Bekanntwerden in diesem Fall engagiert. Dass das so schnell ging, scheint Hobbs nun verdächtig. Erwartet die Ministerin ernsthaft, dass die Öffentlichkeit informiert wird, wie und wann es ihr passt?, fragt Abel. Vielmehr zeige die Anschuldigung, dass die neuseeländische Regierung sich für den Ärger, der durch Gentechnik verursacht wird, nicht verantwortlich fühle.

Am kommenden Mittwoch wird über das das in Neuseeland geltende De-facto-Moratorium für Gentechnik entschieden. Sollte es kippen, wird sich die Verbreitung genmanipulierter Organismen sicher noch weniger kontrollieren lassen und Fälle wie der jetzige sich häufen. (mod)

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