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Monsanto verschiebt Antrag für Gen-Weizen

Schlechte Zeiten für Aktionäre von Monsanto: Der Gentechnik-Konzern wird 2004 keinen Vermarktungsantrag für genmanipulierten Weizen in Kanada stellen. Stattdessen kündigte Monsanto an, weitere Tests mit dem Weizen durchzuführen. Insbesondere wolle der Konzern sicherstellen, dass Getreidehändler auch weiterhin konventionellen Weizen ohne Verunreinigungen durch den neuen Gen-Weizen ernten und verkaufen können. Monsanto will für Japan, Kanada und die USA eine Genehmigung für den Gen-Weizen erhalten.

Selbst in Kanada gerät Monsanto mit Gen-Weizen an seine Grenzen: Gentechnik lässt sich nicht gegen den Markt einführen, erklärt Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte bei Greenpeace Deutschland. Das bedeutet vielleicht keine Fröhliche Weihnacht für Monsantos Aktionäre, sicher aber für Bäcker und Verbraucher.

Der Verzicht im Jahr 2004 sei allerdings nur ein Aufschub, kündigte Monsanto an: In der Zwischenzeit sollen Farmer mit mehr Informationen über den Gen-Weizen versorgt werden. Der Monsanto-Gen-Weizen soll gegen Roundup Ready resistent sein, das Breitband-Pflanzengift ebenfalls von Monsanto. Damit kann der Chemie- und Gentechnik-Gigant dann gleich doppelt kassieren. (mod)

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