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Monsanto: Gentechnik bloß für den Profit

Greenpeace und eine Koalition von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) haben am Montag im brasilianischen Porto Alegre gegen den US-Gentech-Giganten Monsanto protestiert. Am Hauptsitz des Konzerns in Brasilien lieferten sie tausende von bedruckten und unterschriebenen Papiertellern ab. Zugleich entrollten Aktivisten ein Banner vom Dach des Firmensitzes, auf dem zu lesen war: Monsanto - raus aus unserem Essen! Die Demonstration fand im Rahmen des Weltsozialforums in Porto Alegre statt.

Monsanto produziert gentechnisch manipuliertes Saatgut, das Chemikalien-resistent ist, allein um seinen Absatz von Chemikalien zu steigern, sagt Mariana Paoli von Greenpeace. Mehr steckt nicht dahinter. Die Gen-Pflanzen verseuchen unser Saatgut, unsere Anbauflächen und schließlich unsere Nahrung. Monsanto macht riesige Gewinne - und wir alle und die Umwelt müssen dafür zahlen. Deshalb fordern wir: Monsanto raus aus unserem Saatgut! Raus aus unseren Feldern und raus aus unserem Essen!

Der US-amerikanische Gentech-Konzern hat in den vergangenen Jahren Milliarden ausgegeben, um Saatgut-Produzenten aufzukaufen. Er dominiert inzwischen den Markt für Mais- und Soja-Samen in Nord- und Südamerika sowie in Asien. Monsanto ist nicht der einzige Produzent von Gen-Samen, aber er allein ist für 90 Prozent der angebauten Gen-Pflanzen weltweit verantwortlich. Hauptsächlich (zu 77 Prozent) handelt es sich dabei um Pflanzen, die gegen ein allein von Monsanto selbst produziertes Herbizid resistent sind, das Roundup-Ready heißt. Sein Wirkstoff ist Glyphosat, die auf der ganzen Welt am meisten verkaufte Herbizid-Chemikalie. (mir)

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