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Mit gutem Beispiel voran

Verbraucherproteste zeigen Erfolg: Edeka führt beim Geflügelfleisch die erste Eigenmarke mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ ein. Und macht vor, dass Transparenz möglich ist.

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Rewe hat es bereits bei seinen Eigenmarken vorgemacht. Nun folgt auch der größte deutsche Lebensmitteleinzelhändler Edeka: Die Kette bietet unter ihrer Eigenmarke „Gut & Günstig“ Produkte von Hühnern aus gentechnikfreier Fütterung an – gekennzeichnet mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“. Die Hähnchenprodukte werden ab sofort in Edeka-Märkten in Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz, Saarland und Hessen sowie Nordbayern, Sachsen und Thüringen erhältlich sein.

„Wir gratulieren Edeka zu diesem wichtigen und zukunftsweisenden Schritt“, sagt Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. „Daran müssen sich Aldi und Lidl ein Beispiel nehmen, anstatt weiterhin auf Billigprodukte zu setzen.“

Aldi hat diese Woche die Preise für Milch und Fleisch erneut extrem gesenkt. Der Discounter unterstützt mit seiner Preispolitik die miserablen Bedingungen in der Massentierhaltung und den Einsatz von gentechnisch verändertem Billigfutter für Hühner, Schweine und Kühe. Die Gentechnik für die Produktion von Milch, Eiern und Fleisch erfordert zudem einen hohen Einsatz von Pestiziden auf den Anbaufeldern und gefährdet die Artenvielfalt.

Edeka kündigte an, für alle Eigenmarken eine gentechnikfreie Fütterung von Schweinen, Rindern und Geflügel anzustreben und schrittweise auf heimische Futtermitteln umstellen zu wollen.

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