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Mag ich nicht!

„Genfutter geht gar nicht!“ Das bescheinigten Greenpeace-Jugendliche dem Fastfood-Riesen McDonald´s vor seinen Filialen. Die Jugendlichen wollen Burger und McNuggets ohne Gentechnik.

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Seit April setzt McDonald’s Deutschland wieder riskantes Gen-Futter in der Produktion von Chickenburgern und Hähnchenteilen ein und ist damit verantwortlich für Umweltschäden, die durch den Anbau von Gen-Pflanzen entstehen. Das schmeckt den Greenpeace-Jugendlichen gar nicht.

In Kostümen, die das McDonald´s-Maskottchen Ronald parodierten, informierten sie Verbraucher vor Fast-Food-Filialen über Umweltschäden durch gentechnisch veränderte Futtermittel: Der Anbau von Gen-Soja führt zu einem immer höheren Einsatz gefährlicher Spritzmittel; diese schädigen die Artenvielfalt. Während die Anwohner in den Anbauregionen den Spritzmitteleinlätzen oft schutzlos ausgeliefert sind.

Der kreative Protest der Greenpeace-Jugendlichen kam bei Passanten gut an. Sie ließen sich mit Protestschildern mit der Aufschrift „Mag ich nicht“, „I’m not lovin it“ oder „Mäct nicht!“ neben den Gentechnik-Ronalds fotografieren - und stehen damit für die Mehrheit der Verbraucher, die Gentechnik auf Acker und Teller ablehnt.

„Jugendliche sind McDonald’s wichtigste Zielgruppe“, weiß Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. „Deshalb ist der Protest der Greenpeace-Jugend ganz besonders wichtig. Er soll zeigen: Jugendliche lassen sich nichts unterjubeln oder sich für dumm verkaufen. Denn den Schaden, den billige Fleischproduktion und Gentechnik anrichten, haben zukünftige Generationen auszubaden.“ McDonald´s weigert sich bisher, Produkte aus ökologischer Landwirtschaft zu verarbeiten und auf Gentechnik im Futter zu verzichten.

Machen auch Sie mit und schicken Sie dem Präsidenten von McDonald’s Deutschland Ihren Protest.

Greenpeace-Jugendaktionsgruppen (JAGs) gibt es in Deutschland seit 1995. In ihnen engagieren sich Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren in 45 Städten für den Umweltschutz. Bundesweit sind rund 800 Jugendliche aktiv. 

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