Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Machen Sie mit: Hase sucht neues Zuhause

Grüne Woche, Halle 6.2a. Der große Anti-Gentech-Plüschhase vor dem Stand des Greenpeace-EinkaufsNetzes steht bereit, sich in Renate Künasts Obhut zu begeben. Seine Botschaft: Verbraucher sind keine Versuchskaninchen! Frau Künast, seien Sie kein Angsthase! Doch die Verbraucherministerin schlägt kurzerhand einen eleganten Haken und flüchtet.

So geschehen am Freitag in den Berliner Messehallen, wo vom 16. bis 25. Januar die 69.Internationale Grüne Woche stattfindet. Was die Ministerin in die Flucht geschlagen hat, wissen wir nicht so recht. War es die Botschaft auf dem T-Shirt des Hasen?

Greenpeace fordert Renate Künast auf, sich für ein besseres Gentechnik-Gesetz stark zu machen. Der bisherige Regierungsentwurf begünstigt die Gentechnik-Industrie: Er beschert der gentechnikfreien Landwirtschaft erheblichen Mehraufwand. Die Verbraucher müssen auf längere Sicht um ihre Wahlfreiheit fürchten.

Noch ist der deutsche Lebensmittelmarkt weitgehend frei von Gen-Produkten. Das entspricht dem Wunsch der meisten Verbraucher: Rund 70 Prozent der Kunden lehnen Gentechnik im Essen ab. Dementsprechend reagiert die Lebensmittelbranche.

Umfragen des EinkaufsNetzes bei rund 450 Unternehmen haben gezeigt, dass der weitaus größte Teil der Hersteller und Händler auch in Zukunft auf Gentechnik in Lebensmitteln verzichten will. Welche Firmen das sind und welche nicht dazugehören, listet der neue Greenpeace-Einkaufsratgeber auf. Messebesucher können ihn kostenlos an Stand 133 in Halle 6.2a erhalten.

Online-Aktion: Hase sucht neues Zuhause

Der Greenpeace-Hase, von Renate Künast so brüsk abgelehnt, sucht nun ein anderes Zuhause. Wer ihn bei sich aufnehmen möchte, schicke uns ein Foto von dem Platz, den der Hase bei ihm bekommen soll. Wer den schönsten Platz anbietet, gewinnt. (sit)

Bitte schicken Sie das Foto an: einkaufsnetz@greenpeace.de

Stichwort: Hase

Einsendeschluss ist Freitag, der 30. Januar 2004.

Den Greenpeace-Einkaufsratgeber können Sie sich als PDF von unserer Seite herunterladen.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Gentechnik beim Namen nennen

Die „Genschere“ Crispr ist Gentechnik, entschied heute der Europäische Gerichtshof. Daraus entstehende Produkte sind damit kennzeichnungspflichtig. Gut für Umwelt und Verbraucher!

Na dann Mahlzeit!

CETA tritt vorläufig in Kraft – und in Kanada kommt genveränderter Lachs auf den Markt. Der könnte durch das Handelsabkommen in Europa landen, so Greenpeace-Analysen.

Bleib sauber

Raps-Saatgut ist frei von Gentechnik. Die anstehende Fusion von Bayer und Monsanto sowie eine neue Generation an Pflanzen bedrängen jedoch die gentechnikfreie Landwirtschaft.