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Kein Gen-Futter für Griechenland!

Greenpeacer aus Griechenland, Ungarn, Deutschland, den Niederlanden und Australien sind am Dienstag aktiv geworden, um griechische Verbraucher vor einer Lieferung gentechnisch veränderter Soja zu schützen. Als Schwimmer im Wasser, Kanufahrer auf dem Wasser und Kletterer über dem Wasser haben sich die Aktivisten den Frachter Beaumont zum Ziel genommen. Der kann nun seine Ladung von 18.000 Tonnen Mehl aus genmanipulierter Soja nicht an der griechischen Küste löschen. Auch ein Weitertransport ohne behördliche Kontrollen ist nun nicht möglich.

Das Ziel von Greenpeace ist genmanipulierte Pflanzen zu verhindern, sagte Lindsey Keenan, Gentechnikexperte bei Greenpeace. Sie stellen eine Gefahr für die Umwelt heute und in Zukunft dar. Die Kontamination von Lebensmitteln ist ein Experiment mit der Gesundheit der Menschen. Die Technologie ist unausgereift, potenziell gefährlich, überholt, unnötig und unerwünscht. Die Importe sollen eingestellt werden. Bis dahin müssen die vorhandenen Gesetze rigoros angewendet werden.

In Griechenland sollen Millionen Tonnen dieser Gen-Tierfutterimporte auf den Markt geworfen werden. So hat der Verbraucher keine Möglichkeit, genmanipulierte Lebensmittel zu vermeiden. Die Fleisch- und Milchprodukte von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Jahrelange Umfragen zeigen, dass über 90 Prozent der Griechen genmanipulierte Produkte ablehnen. Außerdem wurden 48 von 54 Bezirken zu gentechnikfreien Zonen erklärt. In Griechenland gibt es also gar keinen Markt für gentechnisch veränderte Lebensmittel.

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