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Jose Bové muss Haftstrafe antreten

Der französische Globalisierungskritiker Jose Bové ist am Dienstag mit seinem Revisionsantrag vor dem Pariser Kassationsgericht gescheitert. Nun muss er wegen Zerstörung von gentechnisch veränderten Pflanzen im Juni 1999 für sechs Monate ins Gefängnis. Durch die Entscheidung der obersten französichen Revisionsinstanz ist Bové nun rechtskräftig verurteilt. Deshalb muss er auch eine weitere Gefängnisstrafe von acht Monaten aus dem Jahr 1998 antreten, die zur Bewährung ausgesetzt worden war.

Bové erklärte, in Notwehr gehandelt zu haben. Seiner Meinung nach gehen von dem genetisch veränderten Saatgut unkalkulierbare Risiken aus. Der Gründer des französischen Kleinbauernverbandes Confédération Paysanne setzt sich besonders dafür ein, die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft zu bekämpfen.

Der Bauernführer kündigte an, das Urteil nicht zu akzeptieren und vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu klagen. Auch Umweltorganisationen kritisierten das Urteil des Kassationsgerichtes. Sie befürchten, dass zukünftig Aktionen gegen die Nutzung von Genpflanzen kriminalisiert werden.(abu)

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