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Internationaler Protesttag gegen Gen-Pflanzen und Gen-Tiere

Gegen den Anbau und die Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen haben am Freitag Aktivisten und Umweltschützer vor der deutschen Niederlassung des US-Gentechnikgiganten Monsanto in Düsseldorf protestiert. An dieser Auftaktaktion zum Internationalen Protesttag gegen Gen-Organismen, der am Samstag stattfindet, beteiligte sich auch Greenpeace. Monsanto war Ziel des Protestes, weil 90 Prozent aller Gen-Pflanzen auf der Welt aus den Laboren dieses Gentechnikkonzerns stammen. Greenpeace fordert einen weltweiten Anbaustopp von Gen-Pflanzen.

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Monsanto ködert Landwirte zunächst mit lukrativen Angeboten, sagt Manfred Bigge von der Greenpeace-Gruppe Köln. Doch während der Konzern auf satte Gewinne hofft, haben Landwirte und Verbraucher mit den Risiken der Gen-Saaten zu kämpfen.

Um den deutschen Markt zu erobern, garantiert Monsanto - zusammen mit einem ostdeutschen Saatgut- und Futtermittelhändler - Bauern, die Gen-Pflanzen anbauen und deren Nachbarn, die Abnahme ihrer Maisernte zum aktuellen Marktpeis. Auch wenn die konventionelle Ernte mit Gentechnik verunreinigt ist.

Monsanto will vertuschen, dass ein Nebeneinander des Anbaus mit und ohne Gentechnik unmöglich ist. Mögliche Schadensfälle werden unter den Teppich gekehrt, so Bigge. Erst am vergangenen Dienstag hat Greenpeace in Wien einen Report veröffentlicht, der die Erfahrungen spanischer Bauern schildert, deren Ernte durch mit Monsantos Gen-Mais verunreinigt worden ist.

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