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Gen-Weizenfeld platt gemacht

Der Agro-Konzern Syngenta hat am Dienstagabend bekannt gegeben, dass sein Gen-Weizen-Versuch in Sachsen-Anhalt vor dem Aus stehe. Hintergrund: In der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte einen Teil der Weizenpflanzen aus dem Boden gerissen und das Erdreich aufgewühlt. Das Landesagrarministerium sowie die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, auf deren Gelände das Feld liegt, haben Strafanzeige erstattet.

Syngenta hat den Konflikt vom Zaun gebrochen und damit Verbraucher, Landwirte und Umweltschützern verärgert, kommentiert Henning Strodthoff, Gentechnikexperte bei Greenpeace, den Vorfall. Syngenta sollte sich nicht wundern, dass es zu solchen Reaktionen kommt. Strodthoff stellt jedoch klar: Unsere Protestaktionen sind öffentlich und transparent. Das unterscheidet unsere Proteste von der angeblichen Zerstörung des Feldes.

Der nun wohl gescheiterte Versuch hatte vor einem Monat unter Polizeischutz begonnen. Kurz davor hatten Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten noch auf den Ackerflächen, die für den Versuch vorgesehen waren, Öko-Weizen ausgesät. Syngenta hatte die Versuchsfläche daraufhin drastisch reduziert.

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