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Gen-Reis im Mutterland des Reises?

Im internationalen Jahr des Reises droht in China grünes Licht für Gen-Reis. Eine entsprechende Empfehlung vom chinesischen Komitee für Biologische Sicherheit steht zu befürchten. Das Komitee tagte von Montag bis Mittwoch in Peking. Greenpeace hat die Regierung im Vorfeld aufgefordert, einen solchen Rat zurückzuweisen.

Ausgerechnet in China, der Wiege des Reises, ist der Zulassungsprozess für den genmanipulierten Reis bereits weit vorangeschritten. Klammheimlich - bis einer der beteiligten Wissenschaftler Greenpeace informierte. Er sagte voraus, dass die Freisetzung des Gen-Reises in kommerziellem Maßstab bevorstehe.

Warum diese Heimlichkeit, wenn die Sache so sicher ist, fragt Gentechnikexperte Sze Pang Cheung. Derganze Prozess findet hinter verschlossenen Türen statt. Niemand weiß,auf welche Argumente und Studien sich das Komitee stützt, oder ob esüberhaupt internationale Studien konsultiert hat.

Die gesundheitlichen Folgen beim Verzehr von Gen-Reis sind nichterforscht. Sollte sich beispielsweise ein allergisches Potenzialzeigen, so betrifft dies das Grundnahrungsmittel von mehr als einerMilliarde Menschen. Und China spielt eine Vorreiterrolle. Indien hatbereits angekündigt, dem Beispiel zu folgen. (sit)

Die Reis-Tour (in englischer Sprache)

Die Greenpeace-Studie "Genetically Engineered Rice: Not Sustainable"

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