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Gen-Raps in Mecklenburg-Vorpommern - nur dort?

Ungeachtet massiver Proteste von Umweltschützern und trotz der möglichen schwerwiegenden Folgen ist in Groß Lüsewitz bei Rostock der Testanbau von Gen-Raps am AgroBio-Technikum gestartet. Auf rund 10 Hektar Fläche wird Gen-Raps und herkömmlicher Raps angebaut. Sinn des Tests: Man möchte herausfinden, wie sehr der Gen-Raps zu einer Belastung für den herkömmlichen Raps wird.

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Eine Fragestellung, auf die es längst eine unzweideutige Antwort gibt. In Kanada wird seit über zehn Jahren Gen-Raps angebaut. Heute findet man dort auf den Feldern fast keinen gentechnikfreien Raps mehr.

Beim Raps ist zu beachten, dass er in Europa und auch hier in Deutschland so genannte Auskreuzungspartner hat, erklärt Henning Strodthoff, Gentechnikexperte von Greenpeace. Das sind andere Kreuzblütengewächse wie beispielsweise Rübsamen. Außerdem hat der Raps selbst ein hohes Verwilderungspotential. Das heißt, er kann auch außerhalb der Agrarflächen überleben. So findet man Rapspflanzen sogar in Städten wie Hamburg.

Hinzu kommt, dass die Samen des Raps jahrzehntelang auf den Anbauflächen überdauern können. All dies sind klare und gute Argumente dafür, solche Projekte weder zu fördern, noch überhaupt zu genehmigen, fordert Strodthoff.

Die Planer des Testanbaus sind sich dieser Risiken wohl bewusst. Schließlich haben sie schon mit eingeplant, dass zur Blütezeit andere blühende Pflanzen und wild wachsender Raps in einem Radius von 50 Metern um die Gen-Rapsanpflanzungen entfernt werden. Wozu dann noch der Test?

Gen-Raps muss sofort verboten werden, sagt Strodthoff. Wir fordern die Bundesregierung auf, weder solche Versuche, wie der in Mecklenburg-Vorpommern, mit Steuergeldern zu fördern noch sie zu genehmigen. Sie soll sich EU-weit dafür einsetzen, dass Gen-Raps nicht vermarktet und nicht zum Anbau zugelassen wird.

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