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Gen-Mais noch vor der Blüte unschädlich machen!

Es wird ein Wettlauf mit der Zeit! Der brandenburgische Landwirt Jörg Piprek wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht Frankfurt Oder verurteilt, seinen kurz vor der Blüte stehenden Gen-Mais unterzupflügen. Der wächst nämlich in einem Naturschutzgebiet und in unmittelbarer Nachbarschaft dazu. Greenpeace fordert den Bauern jetzt auf, der Verfügung sofort nachzukommen und den Gen-Mais noch vor der Blüte zu vernichten.

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Erst im April hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Risikobewertung veröffentlicht. Die Behörde sieht einen berechtigten Grund zu der Annahme, dass der Gen-Mais eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Es handelt sich um MON810 des US-Gentechnikgiganten Monsanto. Er wurde so genmanipuliert, dass er ein Gift produziert. Sollten die Pflanzen nun blühen, verteilen sich die giftigen Pollen mit dem Wind. So kann das Gift auch Nahrungspflanzen von Schmetterlingen, Bienen und anderen Tieren verseuchen.

Diese Entscheidung kommt keinen Tag zu früh. Dieser Gen-Mais wird voraussichtlich in den nächsten Tagen anfangen zu blühen. Der verantwortliche Landwirt muss jetzt seine Verzögerungstaktik aufgeben und den Gen-Mais sofort vernichten, fordert Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace.

Seit Mai wächst der Gen-Mais illegal

Bauer Piprek war bereits vor der Aussaat vom Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland der Anbau von Gen-Mais im Schutzgebiet untersagt worden. Dennoch brachte der Landwirt im Schutzgebiet und auf angrenzenden Flächen Gen-Mais aus. Der Landkreis verfügte daraufhin im Mai, dass die genmanipulierte Saat unverzüglich zu vernichten sei. Anstatt dieser Verfügung nachzukommen, versuchte der Gen-Bauer gerichtlich dagegen vorzugehen und so eine aufschiebende Wirkung zu erzielen.

Solche Fälle müssen von vornherein verhindert werden. Landwirtschaftsminister Seehofer muss daher bei der jetzt anstehenden Neufassung des Gentechnikgesetzes verankern, dass in und an Naturschutzgebieten grundsätzlich keine Gen-Pflanzen angebaut werden dürfen, sagt Brendel.

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